Sportwetten-Bonus ohne Einzahlung 2026 im Check – Gratiswette, Freebet oder Werbegeschenk?

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

„Ohne Einzahlung“ ist der Satz, mit dem die Branche wirbt, und der Satz, den sie am liebsten klein druckt. Wer in Deutschland legal auf Fußball, Tennis oder Handball wetten will, landet früher oder später bei einem Neukundenangebot — einer Gratiswette, einem Freebet, einem Satz Wett-Credits. Worauf es ankommt, ist nicht, welches Angebot am größten klingt, sondern was es kostet: an Einsatz, an Umsatz, an Frist, an Quote.

Ein leerer Papier-Wettschein und ein Kugelschreiber liegen auf einem Holztisch, daneben ein kleiner Stapel Münzen im Morgenlicht.
Die 10-€-Gratiswette von bet-at-home auf den Sieger der FIFA WM 2026 musste bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr platziert werden.

Stand: 30. Oktober 2026. Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026.

Das Geschäft mit dem Startguthaben läuft nach einem einfachen Muster. Der Anbieter schenkt einen Betrag, der Betrag ist kein Geld, und der Weg von diesem Betrag zu einer Auszahlung führt über Bedingungen, die der Anbieter selbst geschrieben hat. Ein Gesetz, das die Höhe eines Sportwetten-Bonus deckelt oder seine Auflagen begrenzt, gibt es nicht. Alles, was hier steht, stammt deshalb aus zwei Quellen: aus den Bedingungen der Anbieter und aus der Erlaubnisliste der Aufsichtsbehörde.

Gratiswette, Freebet, Wett-Credits: vier Arten von Startkapital und was jede kostet

Ein „Bonus ohne Einzahlung“ ist im Kern eine Wette, für die der Anbieter das Kapital stellt. In Deutschland läuft das praktisch immer über Neukundenangebote, und die unterscheiden sich weniger im Betrag als in der Frage, wem der Einsatz gehört.

Ein Fußball liegt im Gras eines leeren Platzes, im Hintergrund stehen Flutlichtmasten in der Dämmerung.
Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Die Gratiswette auf ein Ereignis. bet-at-home hat zur WM eine 10-€-Gratiswette auf den Turniersieger ausgeschrieben: Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, Registrierung ab dem 09.06.2026 über den Promotion-Link, Platzierung bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr. Gewinne daraus unterliegen keinen Umsatzbedingungen. Klingt sauber, und in diesem Punkt ist es das auch — nur nützt die schönste Umsatzfreiheit nichts, wenn die Wette fünf Tage zu spät auf dem Schein steht oder der falsche Weltmeister angekreuzt ist.

Die Wett-Credits mit Freischaltungslogik. Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Die Credits werden nicht ausgezahlt, sondern nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben, und Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Diese letzte Klausel ist der ganze Unterschied zwischen einem Geschenk und einem Vorschuss. Wer 20 € Einsatz in Credits gewinnt und eine Quote von 2,00 getroffen hat, sieht 40 € auf dem Konto — davon gehören 20 € dem Anbieter zurück. Der Gewinn liegt real bei der Hälfte dessen, was der Kontostand behauptet.

Die Einzahlungsverdopplung als Freebet. Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst. Das klingt nach dem besten Angebot der Liste, bis man den zweiten Satz liest: Die Einzahlung muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, Obergrenze der Umsetzung 100 €, Mindestquote 1,05. Das eigene Geld trägt also die Auflage, das geschenkte nicht. Ein Anbieter, der seine Freebets umsatzfrei stellt und dafür den Einsatz des Kunden sperrt, hat die Auflage nur verschoben, nicht erlassen.

Das Depot-getriebene Paket. MERKUR BETS bot Neukunden bei einer Ersteinzahlung ab 1 € laut Mitteilung vom 14.10.2024 eine Freebet über 25 €; verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet — vorausgesetzt, die Option „Neukunden-JokerBet“ war vor der Wette gesetzt. Die Erstattung kommt als Freebet, nicht als Geld. Und wer die Option vergisst, hat keinen Anspruch, sondern eine verlorene Wette.

Typische Auflagen, die bei allen vier Varianten im Kleingedruckten stehen, sind Mindestquote, Frist, ein Verbot von Cashout- und stornierten Wetten für den Umsatz und die Beschränkung auf eine Person, einen Haushalt, eine Zahlungsmethode und eine IP-Adresse. Was nicht nötig ist: ein Bonuscode. Kein seriöses Angebot mit deutscher Erlaubnis verlangt ein Codewort, das man irgendwo abschreibt.

Was eine 10-€-Gratiswette unter dem Strich einbringt

Der Wert einer Gratiswette lässt sich ausrechnen, und das Ergebnis enttäuscht zuverlässig jeden, der die Zahl im Werbebanner gelesen hat.

Ein Schlüssel steckt im Schloss einer geschlossenen Glastür eines Bürogebäudes, der Himmel spiegelt sich im Glas.
Die Whitelist der GGL führt für Betano die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Ausgangspunkt ist die Kette der Bedingungen: Der Betrag ist nominal 10 €. Der Einsatz wird bei einem Gewinn nicht mit ausgezahlt. Gehen wir von einem durchschnittlichen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1,90 auf beiden Seiten aus — ein Rechenbeispiel, keine zitierte Quote eines Anbieters. Der Quotenschlüssel dieses Marktes ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte beider Quoten, hier also rund 95 %, die Marge des Veranstalters damit rund 5 %. Aus einer 10-€-Gratiswette werden bei einem Treffer nach Abzug des nicht ausgezahlten Einsatzes ungefähr 9 € Nettogewinn. Multipliziert man das mit dem Anteil, den dieser Markt zurückzahlt, landet man bei einem durchschnittlichen Wert von etwa 8,55 €.

Das ist die Oberkante. Wer die Quote nicht trifft, verliert die Gratiswette vollständig, und wer sie trifft, aber den Gewinn erneut einsetzen muss — bei Winamax die Einzahlung, bei Tipwin das Siebenfache von Einzahlung und Bonus zusammen, bei bpremium das Fünffache von Bonus und Einzahlung bei Mindestquoten ab 1,7 —, arbeitet weiter an einem Wert, der mit jedem weiteren Wettschein kleiner wird. Der reale Gegenwert einer beworbenen Gratiswette liegt deshalb nicht selten im Bereich des Portos, das ein Paket kostet.

Bleibt die steuerliche Seite, weil sie in Deutschland jeden Gewinn betrifft. Die Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“ — bezogen auf den eingezahlten Betrag also gerundet 5,03 %. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie er sie in die Quote einrechnet, ist seine Entscheidung; bei den hier besprochenen Anbietern regelt das die Preisgestaltung, nicht das Kleingedruckte des Bonus. Die Steuer fällt im Übrigen auch bei illegalen Anbietern an. Gezahlte Wettsteuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Die zehn lizenzierten Anbieter im Vergleich: Startangebot, Auflage, Mindestquote

Zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis treten hier gegeneinander an. Alle stehen auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026, alle mit einem Sportwetten-Permit für ihre .de-Domain und alle unter dem Namen einer maltesischen Gesellschaft als Inhaberin.

Anbieter Whitelist-Status und Inhaberin der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit Neukundenangebot und Auflage
AdmiralBet Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 —
DAZN Bet Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; DZBT Operations Limited 22.08.2023 —
Tipico Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022 —
Tipwin Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; Tipwin Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 27.12.2022 und 09.01.2024 100 % der Einzahlung bis 100 €, siebenfacher Umsatz von Einzahlung und Bonus, Mindestquote 1,80, höchstens 100 € je Wettschein
bet-at-home Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 10-€-Gratiswette auf den Sieger der FIFA WM 2026, Platzierung bis 28.06.2026 um 18:00 Uhr, Gewinne ohne Umsatzbedingungen
Tiptorro Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; Torro Tec Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 —
bwin Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022 —
Betano Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 —
Bet3000 Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026 —
Interwetten Sportwetten-Permit auf der GGL-Whitelist; Interwetten Gaming Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 —

Die Spalte mit dem Neukundenangebot ist absichtlich dünn besetzt, und zwar nicht, weil die acht anderen nichts anbieten. Sondern weil die wenigsten ihre Startangebote in den eigenen Geschäftsbedingungen so ausformulieren, dass Betrag, Umsatzauflage und Mindestquote zusammen nachprüfbar sind. Genau das ist die Information, nach der ein Leser sucht — und genau die gibt kein Werbebanner her.

Auffällig ist die Spannweite bei den Erlaubnisdaten. AdmiralBet, Tipico, Tipwin, bwin und Interwetten sitzen seit dem 09.10.2020 beziehungsweise 02.11.2020 in der Liste, also seit dem Start des deutschen Lizenzregimes. Bet3000 ist mit dem 22. April 2026 der jüngste Neuzugang der Runde. Ein späteres Erstdatum sagt nichts Schlechtes über einen Anbieter — es heißt nur, dass er in der Anfangszeit des regulierten Marktes nicht dabei war. Der eine echte Unterschied, den die Tabelle transportiert, ist deshalb nicht das Alter, sondern die Vollständigkeit der Angaben.

Was die Tabelle nicht kann: sagen, wie hoch die Marge ist, die ein Anbieter über alle Märkte nimmt. Dafür bräuchte man Quoten einzelner Ereignisse zu einem festen Datum, und die hier besprochenen Angebote liegen zeitlich teils weit auseinander — die bet-at-home-Wette musste bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr platziert sein, der MERKUR-BETS-CLUB lief vom 09.06.2025 bis 14.07.2025. Wer Margen vergleichen will, tut das selbst am Wettprogramm, an zwei oder drei identischen Begegnungen, mit den Quoten desselben Tages. Alles andere ist Stichprobe.

Warum ein Bonus überhaupt Umsatzbedingungen trägt — und was das dem Konto antut

Der klassische Willkommensbonus besteht aus zwei Beträgen, und beide sind nicht gleich viel wert. Nehmen wir Tipwin als Beispiel, weil sein Angebot die Auflagen vollständig nennt: 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €, und Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 € und nur Wettscheine mit einer Quote ab 1,80.

Setzt jemand 100 € ein und bekommt 100 € Bonus dazu, sind 200 € siebenmal umzusetzen — 1.400 € an Wetteinsätzen. Bei einem Wettschein von 20 € sind das 70 Wetten, jede mit einer Mindestquote von 1,80. Das ist keine Formalität. Es ist mehr als eine Wochenaufgabe für einen Gelegenheitswetter.

Der Kostenpunkt dieser Übung wird gern übersehen. Jeder dieser 70 Wettscheine wird zu einer Quote gespielt, in der die Marge des Veranstalters steckt. Bei rund 5 % Marge in einem zweiseitigen Markt kostet das im Durchschnitt etwa 1 € je 20-€-Wettschein an erwartetem Verlust. Über 1.400 € Umsatz summiert sich das auf ungefähr 70 €. Bei einem Bonus von 100 € bleibt davon ein Erwartungswert von ungefähr 30 € übrig — unter der Annahme, dass ausschließlich der Bonusbetrag gesetzt wird und sich die Verteilung über viele Wetten mittelt. Diese Zahl ist ein Durchschnittswert, kein Versprechen. Sie sagt nicht, dass irgendjemand 30 € gewinnt; sie sagt, was die Übung statistisch wert ist.

Interessant ist, wie weit sich die Anbieter hier unterscheiden. Winamax setzt nur die Einzahlung einmal um. Tipwin verlangt das Siebenfache der Summe. bpremium verlangt laut seinen Nutzungsbedingungen das Fünffache des Bonusbetrags und zusätzlich das Fünffache der zugehörigen Einzahlung, bei Dezimalquoten ab 1,7. Wettstar hat den kleinsten Bonus der Runde — bis zu 40 € — setzt ihn aber fünfmal um, innerhalb von 60 Tagen, danach verfällt der Betrag. Wer wissen will, was ein Angebot kostet, braucht immer beide Zahlen: den Betrag und den Faktor. Ein 40-€-Bonus mit fünfmaligem Umsatz ist keine kleinere Nummer als ein 100-€-Bonus mit siebenmaligem. Er ist nur kleiner aufgeschrieben.

Die kleingedruckten Ausschlüsse tun ihr Übriges. Bei Tipwin zählen Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf nicht zum Umsatz. Bei Winamax zählen Cashout-Wetten und stornierte Wetten nicht zur Umsetzung der Einzahlung, und das Angebot gilt einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankkarte. Das sind keine Nebensätze — das sind die Regeln, an denen ein Umsatz scheitert.

Mindestquote, Frist und Wettschein-Obergrenze: drei Stellschrauben, die man nicht überspringen kann

Drei Bedingungen tauchen fast überall auf, und jede kostet etwas anderes.

Die Mindestquote entscheidet, wie viel Risiko man eingehen darf. Tipwin 1,80, bpremium 1,7, Winamax 1,05 für die Einzahlungsumsetzung. Je höher die Mindestquote, desto kleiner der Anteil des Marktes, den man überhaupt bespielen kann — und desto schlechter stehen die Chancen, den Umsatz mit sicheren Wetten herunterzuspielen. Eine Quote von 1,05 lässt sich mit deutlich geringerem Risiko spielen als eine von 1,80; eine Quote von 1,80 schließt genau das aus. Der Anbieter will, dass die Umsatzwette eine echte Wette ist.

Die Frist entscheidet, unter welchem Zeitdruck die Auflage steht. Wettstar verlangt den fünffachen Umsatz innerhalb von 60 Tagen. Die 3-Tage-und-7-Tage-Regel aus dem MERKUR BETS CLUB ist strenger: Die Freebet muss innerhalb von drei Tagen unter „Meine Boni“ aktiviert und innerhalb von sieben Tagen nach Erhalt genutzt werden, sonst verfällt sie. Ein Bonus, der nach sieben Tagen verfällt, ist pünktlich — oder nichts.

Die Wettschein-Obergrenze entscheidet, wie viele Scheine nötig sind. Bei Tipwin zählen höchstens 100 € je Wettschein zum Umsatz. Wer große Einzelwetten setzt, um schnell durchzukommen, verlängert damit nicht den Umsatzweg, sondern streicht sich Scheine aus der Rechnung.

Wer eine Umsatzauflage plant, fängt am besten hinten an: Bei welcher Quote komme ich überhaupt durch, wie viele Scheine brauche ich bei meiner üblichen Einsatzhöhe, und wie viele Tage will ich dafür aufwenden. Wer diese drei Zahlen nicht zusammenbringt, hat die Auflage nicht erfüllt, sondern nur die Werbung verstanden.

Was in Deutschland erlaubt ist: Erlaubnis, Wettprogramm und die Grenzen des Startguthabens

Die Rechtslage ist kürzer, als die Branche glauben lässt. Wetten auf Sport im Internet darf in Deutschland nur anbieten, wem die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder eine Erlaubnis erteilt hat. Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) handelt auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, und erteilt die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Absatz 1 Nummer 3, § 27f Absatz 1 GlüStV. Sie beaufsichtigt und sie bußt nach § 28a; die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der Behörde.

Der einzige Prüfstein für eine Erlaubnis ist die Whitelist nach § 9 Absatz 8. Wer dort nicht steht, hat keine Erlaubnis. Und weil die Liste nur unter der Bedingung etwas wert ist, dass man sie selbst aufschlägt, steht sie im Kapitel zu den Einzahlungs- und Schutzregeln noch einmal ausführlich.

Ergänzend zur Antwort auf die Frage, was ein Bonus ohne Anbindung an OASIS und LUGAS bedeutet: Diese Angebote stammen von Veranstaltern außerhalb des deutschen Erlaubnisregimes. Ohne Erlaubnis ist das Anbieten von Sportwetten an Menschen in Deutschland nach § 4 Absatz 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die Behörde hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei Platincasino als Beispiel genannt.

Was ein Bonus kostet, der nicht von einem erlaubten Anbieter kommt, lässt sich nicht in Prozent ausdrücken. Es ist der Verzicht auf die Spielerschutzmechanismen, die im Kapitel zur Erlaubnis beschrieben werden, und auf einen deutschen Gerichtsstand. Wer wissen will, ob ein Anbieter als seriös gelten kann, prüft die Whitelist und sonst nichts.

Das Wettprogramm selbst ist ebenfalls begrenzt. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombinationswette nach § 21 Absatz 1, und nur Wettarten, die die Behörde zugelassen hat — das Sportwettprogramm nach § 21 Absatz 5. Sehr viele Fußballmärkte, die international üblich sind, fehlen in diesem Katalog. Das ist kein Bonusproblem, sondern der Rahmen, in dem ein Bonus überhaupt eingelöst werden kann.

Live-Wetten sind nach § 21 Absatz 4 nur eingeschränkt möglich: während eines laufenden Ereignisses ausschließlich auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares Ereignis in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch — der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nicht.

Nicht erlaubt sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind; die Behörde rechnet Fußball unterhalb der 3. Liga zum Amateurbereich. Ebenfalls ausgeschlossen sind manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Absatz 1a. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig.

Für E-Sport gilt eine klare Ansage: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind und E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Lizenziertes E-Sport-Wetten existiert in Deutschland nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz je Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht — das ist einer der wenigen Punkte, an denen der deutsche Rahmen liberaler ist als sein Ruf.

Cash Out ist dagegen nirgends gesetzlich geregelt. Es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters, mit den Regeln des jeweiligen Anbieters. Wer einen Bonus mit Cashout-Verbot kombiniert, merkt das spätestens dann, wenn er aussteigen will.

Einzahlungslimit, Sperrsysteme und der Panikbutton: warum auch die Gratiswette einen Spieler nicht freistellt

Der Bonus ist der Köder; die Schutzregeln sind der Rahmen, in dem er eingelöst wird. Beide gelten gleichzeitig, und keine Gratiswette hebt eine davon auf.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt, § 4 Absatz 3. Es gilt ein Konto je Anbieter mit vollständiger Verifizierung, § 6a. Vor der Verifizierung darf der Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer sich mit einem Bonus anmeldet und den Verifizierungsprozess nicht zu Ende bringt, kommt also an sein Geld nicht heran. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h verboten und wird über die Aktivitätsdatei überwacht.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Absatz 1 liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat und gilt über alle Anbieter hinweg. Durchgesetzt wird es über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festsetzen — bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler —, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Wichtiger Punkt für die Bonusfrage: Das Limit ist ein Einzahlungslimit. Bonusgeld ist keine Einzahlung und läuft nicht gegen diese Grenze. Wer glaubt, ein Bonus verschaffe ihm zusätzlichen Spielraum über 1.000 € hinaus, verwechselt Kontostand mit Einzahlungsrahmen. Und wer sein Limit schon ausgeschöpft hat, kann von einem Startguthaben nicht mehr profitieren, als der Bonus hergibt.

OASIS nach §§ 8, 8a ist das bundesweite Spielersperrsystem, das bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wird eine Sperre mit benannter Dauer eingetragen, gilt sie mindestens drei Monate; ohne Angabe einer Dauer mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Absatz 3 löst eine sofortige 24-stündige Sperre aus. Diese Systeme greifen bei erlaubten Anbietern. Offshore-Seiten sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen — dort greift nichts, wenn es schiefgeht.

Die Zahlungen selbst sind reguliert. Nach § 6b Absatz 4 dürfen Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers stammen, bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenmarkt heraushält — ohne Verbot dieser Technik, allein über die Kontoführung. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.

Guthaben der Spieler liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Arbeitstagen ohne Gebühren ausgezahlt, § 6b Absätze 6 und 7.

Für die Bonusrechnung heißt das: Der Weg von einem Freebet zu einer Auszahlung führt durch ein verifiziertes Konto, eine Zahlungsmethode auf den eigenen Namen und ein Ereignis, das offiziell beendet sein muss. Drei Stationen, die kein Anbieter erlässt.

Die Anbieter im Einzelnen: Wer den Startbonus am ehrlichsten bepreist

AdmiralBet: seit 2020 in der Liste, Startangebot ohne belastbares Kleingedrucktes

Auf der Whitelist der Behörde ist für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf dem Schwesterspielplatz besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022 — ein eigenes Permit mit eigenen Regeln, das über das Sportwettenangebot nichts aussagt.

Fast sechs Jahre Permit machen AdmiralBet zu einem der dienstältesten Häuser dieser Runde. Das ist die relevante Eigenschaft: Wer so lange in einem regulierten Markt arbeitet, hat die Verifizierungs- und Limitprozesse mehrfach durchlaufen und die Anlaufschwierigkeiten des Lizenzregimes hinter sich. Für ein Erstangebot nimmt man das als Zeichen für verlässliche Auszahlungswege, nicht als Qualitätsurteil über eine Quote.

Wer bei AdmiralBet einsteigt, sollte die Neukundenbedingungen vor der Registrierung im eigenen Wortlaut lesen und auf drei Dinge achten: ob der Startbetrag als Gratiswette oder als Einzahlungsbonus ankommt, ob ein Umsatzfaktor genannt wird, und ob für den Umsatz eine Mindestquote gilt. Wer diese drei Angaben findet, kann sich die Auflage ausrechnen. Wer sie nicht findet, kann den Wert des Angebots nicht bestimmen — und sollte deshalb genauso rechnen, als gäbe es keinen.

Ein Startguthaben ersetzt kein Limit. Das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat wird von der LUGAS-Datei gezogen, unabhängig davon, wie Admirals Marketing gerade rechnet.

DAZN Bet: junges Permit, Cash Out mit klaren Ausschlüssen

Die Whitelist führt für DAZN Bet die DZBT Operations Limited als Inhaberin, Erlaubnis seit dem 22.08.2023. Das Haus ist damit einer der jüngeren Einträge — drei Jahre Marktpräsenz unter deutscher Aufsicht sind nicht wenig, aber auch keine lange Bilanz.

Aufschlussreicher als das Startdatum ist, was DAZN Bet über seine eigene Funktionalität schreibt. Cash Out ist nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei als Freiwette platzierten Wetten; der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten, und die Verfügbarkeit von Cash Out wird nicht garantiert. Wer bei diesem Anbieter eine Gratiswette setzt und sich später über einen schwachen Spielverlauf ärgert, hat keine Notbremse. Er kann seinen Einsatz nicht zurückholen, indem er den Ausstieg verkauft.

Das „nicht garantiert“ ist der Satz mit dem größten Gewicht. Ein Cashout ist keine Zusage, sondern eine Kulanzfunktion, die der Anbieter situativ abschalten kann — bei schwankenden Quoten, bei dünnen Märkten, bei Ereignissen mit geringer Liquidität. Wer Cash Out als Teil seiner Wettstrategie eingeplant hat, plant mit einer Option, die ihm niemand zugesichert hat.

Für Einzel- und Kombiwetten mit eigenem Geld bleibt Cash Out trotzdem ein nützliches Werkzeug. Nur kombinierbar ist es nicht mit dem gratis geliehenen Einsatz.

Tipico: der Pionier unter den deutschen Lizenzen

Die Whitelist führt für Tipico die Tipico Co. Limited, Sitz Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 09.12.2022. Gegründet wurde das Unternehmen 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle.

Zweiundzwanzig Jahre Marktgeschichte sind in dieser Branche eine Seltenheit. Das Haus war lange die größte deutsche Wettmarke, hat den Übergang zum regulierten Markt aktiv mitgestaltet und gehört zu denjenigen, die am ersten Lizenztag dabei waren. Für einen Leser, der sich mit dem deutschen Rahmen erst vertraut macht, ist das ein Vorteil: Prozesse, Verifikation und Auszahlung sind hier Routine, nicht Experiment.

Auf der anderen Seite ist ein Pionier selten der preisgünstigste Anbieter im Feld. Wer heute eine Marke mit Marktmacht betreibt, muss keine Quotenschlachten schlagen. Das ist der Preis der Etablierung, und er wird an der Quote bezahlt, nicht am Bonus.

Zur Zahl der Neukundenbedingungen gilt dasselbe wie bei AdmiralBet: drei Angaben prüfen — Form des Startbetrags, Umsatzfaktor, Mindestquote. Tipico nennt sie in seinen eigenen Bedingungen, und nur dort gelten sie.

Bemerkenswert ist daneben ein Vorgang aus der Rechtsprechung, an dem sich ablesen lässt, wie die Regulierung wirkt: Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024, Aktenzeichen I ZR 90/23, die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von einem anderen Anbieter mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026, Rechtssache C-530/24, grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Kein Gericht hat damit irgendwem eine Rückzahlung zugesprochen. Die Verfahren zeigen nur, warum die Whitelist das erste und nicht das letzte Wort ist.

Tipwin: der Bonus mit der ausformuliertesten Auflage im Feld

Tipwin Limited hält die Sportwetten-Erlaubnis für die Marke, erstmals erteilt am 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 27.12.2022 und 09.01.2024.

Der Willkommensbonus besteht aus 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €. Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 zählen. Dazu kommt eine Reihe von Ausschlüssen, die man vor der Anmeldung kennen sollte: Nur verifizierte Konten erhalten den Bonus; wer vor der Verifizierung einzahlt, kann ihn erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen. Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf zählen nicht zum Umsatz. Und das Angebot gilt einmal je Person, Konto, Haushalt, Zahlungsmittel, Gerät und IP-Adresse.

Der Papierkorb-Satz steht in der Auszahlungsregel: Bei Tipwin sind Auszahlungen erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen des Willkommensbonus möglich, wenn bei einer weiteren Einzahlung noch ein Restguthaben von mehr als 1 € auf dem Konto liegt; für die Auszahlung müssen alle gespielten Ereignisse abgeschlossen sein. Das trifft einen bestimmten Kontotyp: jemanden, der einzahlt, den Bonus nimmt, drei Wetten setzt, sich anders entscheidet und einen Restbetrag stehen lässt. Für diesen Fall gibt es nur einen sinnvollen Ausweg — den Umsatz zu Ende bringen. Wer diesen Satz vorher kennt, entscheidet anders.

Die Rechnung mit den genannten Zahlen: 200 € aus Einzahlung und Bonus mal sieben ergibt 1.400 € Umsatz, bei 20 € je Wettschein 70 Wetten über der Mindestquote 1,80. Gemessen an den Angeboten der Runde ist das die anspruchsvollste Auflage, die vollständig nachprüfbar ist. Tipwin schreibt sie hin, und das ist mehr, als die meisten tun.

bet-at-home: eine Gratiswette, die pünktlich war und pünktlich endete

Die Whitelist führt für bet-at-home die Bet-at-home.com Internet Limited, Erlaubnis seit dem 02.11.2020, Folgeerlaubnis vom 22.12.2022.

Die 10-€-Gratiswette auf den Sieger der FIFA WM 2026 war ein Angebot für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, die sich ab dem 09.06.2026 über den Promotion-Link registrierten. Die Wette musste bis zum genannten Zeitpunkt platziert sein. Gewinne daraus unterlagen keinen Umsatzbedingungen — der 10-€-Einsatz selbst wird bei einem Treffer allerdings nicht mit ausgezahlt, weil es der Einsatz einer Freiwette ist.

Damit ist das Angebot der sauberste Fall im Feld. Kein Umsatzfaktor, keine Mindestquote, kein 60-Tage-Fenster. Dafür eine Frist, die keine vier Wochen lang war, und ein einziger Markt. Der Wert einer 10-€-Gratiswette auf einen Außenseiter ist überschaubar: Bei einer Quote von 10,00 sind es 90 € Gewinn im Trefferfall, bei einer Quote von 2,00 sind es 10 €. Was das Angebot wert war, hing damit weniger am Betrag als an der Frage, ob man den Weltmeister richtig geraten hat.

Für die aktuelle Lage bei diesem Anbieter gilt: Ein abgelaufenes Datum sagt nichts über das nächste Angebot. Ob bet-at-home erneut eine Gratiswette aufstellt — und mit welcher Frist diesmal —, steht im Promotion-Bereich und in den Teilnahmebedingungen.

Tiptorro: die App als einzige öffentlich nachprüfbare Spur

Tiptorro ist der Sonderfall in dieser Runde. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten. Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt die Gesellschaft mit einer Sportwetten-Erlaubnis, erstmals erteilt am 30.06.2021, Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Das ist die belastbare Grundlage: Permit vorhanden, Inhaberin benannt.

Der Rest ist dünn. Ein Anbieter, der sich auf ein App-Store-Listing verlässt, um überhaupt gefunden zu werden, gibt dem Neukunden wenig, woran er sein Startangebot messen könnte. Wer Tiptorro ausprobieren will, findet die für ihn relevanten Angaben zur Erlaubnis in der Anbieterübersicht der Behörde — unter dem Namen Torro Tec Limited, nicht unter dem Markennamen der App.

Für den Vergleich mit den großen Häusern heißt das: Tiptorro hat die Lizenz, aber nicht die Vergleichbarkeit. Kein Wettschein-Äquivalent zu Tipwins siebenfachem Umsatz, keine Fristenangabe, keine Mindestquote. Wer auf ein Startguthaben verzichten kann, bekommt ein schlankes Angebot ohne Marketinggetöse. Wer ein Startguthaben sucht, findet hier nichts Rechenbares.

bwin: Live-Streams, Cashout und Boost — ein Paket aus Funktionen statt aus Beträgen

Für bwin hält die bwin (Deutschland) Limited die Sportwetten-Erlaubnis, erstmals erteilt am 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

Was bwin über eine reine Bonusnummer hinaus interessant macht, steht in der Beschreibung der eigenen App: Cashout mit manueller und automatischer Auslösung, Live-Streams und Live-Statistiken, Kombi-Boost und Quoten-Boost. Das ist eine Funktionsausstattung, die den Sportwettenalltag betrifft und nicht nur die erste Woche. Automatischer Cashout ist in einem Bereich, in dem die Verfügbarkeit anderweitig ausdrücklich nicht zugesichert wird, ein eigenes Gewicht: Wer einmal erlebt hat, wie ein Markt in der 88. Minute kippt, weiß, was eine Ausstiegsregel wert ist, die ohne Zutun greift.

Die Kehrseite liegt in derselben Aufzählung. Quoten- und Kombi-Boosts sind Marketinginstrumente: Sie erhöhen den Gewinn bestimmter Wettscheinkombinationen, ändern aber nichts an der Marge des einzelnen Marktes. Wer wegen eines Boosts auf eine Kombination mit mehr Auswahlen wechselt, tauscht eine bessere Auszahlung gegen ein höheres Risiko — und bezahlt den Tausch meist schlechter, als es aussieht. Der Boost ist eine Form von Werbung, die an der Wette selbst ansetzt.

Live-Streams sind dagegen der klare Fall, in dem der Anbieter etwas liefert, das der Kunde sonst an anderer Stelle bezahlen müsste — vorausgesetzt, das Ereignis wird überhaupt übertragen. Wessen Sportprogramm vor allem aus Nicht-Übertragungsrechten besteht, streamt wenig. Das prüft man im Wettprogramm, nicht im Werbematerial.

Betano: die Erlaubnis liegt bei einer maltesischen Gesellschaft

Für Betano führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan auf Malta, Erlaubnis seit dem 19.02.2021, Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Stand der Liste: 2. Oktober 2026.

Betano ist in Deutschland ein weißes Blatt: Die Marke ist international bekannt und in einigen europäischen Märkten stark aufgestellt, hierzulande aber ohne den langen Track Record, den ein Tipico oder ein bwin mit sich bringt. Wer die Marke im Ausland schon gespielt hat, sollte die dortigen Erfahrungen nicht einfach mitnehmen. Ein anderer Veranstalter, eine andere Erlaubnis, eine andere Domain, ein anderes Wettprogramm.

Der praktische Weg für Interessierte ist deshalb der gleiche wie bei jedem Anbieter ohne öffentlich ausgeformtes Startangebot: Bedingungen vor der Registrierung durchlesen, auf die drei Angaben achten, und wenn sie fehlen, den Bonus mit null Euro ansetzen. Betano bekommt damit keinen Sonderbonus; das Haus steht einfach im gleichen Feld wie alle anderen, die sich nicht in die Karten schauen lassen.

Wer den Anbieter prüfen will, prüft den Namen der Inhaberin, nicht den Markennamen. Betkick Sportsbetting Limited — so steht es in der Anbieterübersicht, und so muss es heißen, wer die Erlaubnis für die deutsche Domain dieser Marke sucht.

Bet3000: das jüngste Permit der Liste

Für Bet3000 führt die Behörde die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema auf Malta. Das Erstdatum für die deutsche Domain ist der 22. April 2026 — kein halbes Jahr alt, gerechnet ab dem Stichtag der Liste.

Damit ist Bet3000 der jüngste Anbieter im Vergleich. Das ist weder Makel noch Auszeichnung. Es heißt, dass Verifizierungs-, Auszahlungs- und Limitprozesse bei diesem Haus noch nicht die Routine haben, die sechs Jahre regulatorischer Praxis mitbringen. Ein Nutzer, der Verlässlichkeit über Tage und Wochen wichtig findet, sollte den ersten Auszahlungsvorgang bewusst einplanen und nicht in eine Woche legen, in der er auf das Geld angewiesen ist.

Wer die Daten des Anbieters nachprüfen will, findet den Ersteintrag in der Whitelist unter dem Veranstalternamen I.B.C. Sportsbetting Limited, nicht unter der Marke. Für ein Erstangebot gilt: nichts, was sich rechnen ließe. Wer dennoch einsteigen will, startet am besten mit einer kleinen Einzahlung.

Die jüngste Erlaubnis der Runde ist nicht die risikoreichste Position der Liste — sie ist die Position mit der kürzesten nachvollziehbaren Historie. Das ist ein Unterschied, den man in einer Tabelle nicht sieht.

Interwetten: Cash-Out mit Widerrufsvorbehalt

Interwetten Gaming Limited hält die Sportwetten-Erlaubnis für die Marke, erstmals verteilt am 02.11.2020, Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Das Haus gehört zu den ersten fünf Anbietern der Lizenzrunde — damals waren die Startdateien dünn besetzt.

Aussagekräftiger ist eine Klausel aus den eigenen Sportsbook-Regeln: Interwetten kann Cash-Out-Angebote laut diesen Regeln ohne vorherige Ankündigung widerrufen oder deaktivieren. Für Freebets und Bonusgeld ist Cash-Out nicht verfügbar. Das ist deutlicher formuliert als die weiche „nicht garantiert“-Floskel anderer Anbieter. Ein Widerruf ohne Ankündigung ist nichts, worauf sich eine Ausstiegsstrategie bauen lässt.

Wer den Cashout bei Interwetten nutzt, sollte ihn als situative Kulanz behandeln, nicht als Produktvertrag. Und wer einen Freebet oder Bonus spielt, sollte wissen, dass er in diesem Segment nicht aussteigen kann. Das trifft besonders die, die umsatzgebundene Boni planvoll herunterspielen wollen: Der Ausstieg ist genau das Werkzeug, das sie dabei am häufigsten benutzen würden, und genau das fehlt.

Der Bonuspfad bei Interwetten bleibt damit der klassische: Wettscheine setzen, Mindestquoten einhalten, Fristen im Blick behalten, aus eigener Kraft durch den Umsatz kommen. Verlässlich, berechenbar, ohne Abkürzung.

Häufige Fragen zu Sportwetten-Boni ohne Einzahlung

Gibt es bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis einen Sportwetten-Bonus ganz ohne Einzahlung?

Ja, aber selten in Reinform. Erlaubte Anbieter dürfen Neukundenprämien ausloben, und einige haben Gratiswetten oder Wett-Credits ohne Ersteinzahlung ausgeschrieben. Der Regelfall ist ein Angebot, das an eine Einzahlung gekoppelt ist oder eine Freischaltung nach Einsatz verlangt. Vollständig ohne eigenes Geld funktionieren nur ausdrücklich so beworbene Aktionen mit einem festen Termin.

Was unterscheidet eine Gratiswette von Bonusgeld, und wird der Einsatz einer Freebet mit dem Gewinn ausgezahlt?

Eine Gratiswette ist ein Einsatz, den der Anbieter stellt; Bonusgeld ist Guthaben mit Auflagen. Bei einer Freebet ist der Einsatz regelmäßig nicht Teil der Auszahlung. Aus 10 € Freiwette zu Quote 2,00 werden bei Treffer rund 10 € Nettogewinn, nicht 20 €. Bei Bonusgeld hängt es an den Bedingungen, ob der Einsatz zurückkommt.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquoten sind an Gewinne aus Gratiswetten geknüpft?

Das ist von Angebot zu Angebot verschieden, und ein Gesetz deckelt es nicht. Tipwin verlangt den siebenfachen Umsatz von Einzahlung und Bonus bei Mindestquote 1,80; bpremium das Fünffache von Bonus und Einzahlung ab Quote 1,7; Wettstar den fünffachen Umsatz innerhalb von 60 Tagen. Gewinne aus der bet-at-home-WM-Gratiswette unterlagen dagegen keinen Umsatzbedingungen.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter von Gratiswetten auf der GGL-Whitelist steht?

Die Anbieterübersicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist der einzige Prüfstein. Dort steht nicht der Markenname, sondern die Inhaberin der Erlaubnis — bei Betano die Betkick Sportsbetting Limited, bei Bet3000 die I.B.C. Sportsbetting Limited. Gesucht wird der Veranstaltername, geprüft werden Sportwetten-Permit und Domain. Eine .de-Endung allein beweist nichts.

Was bedeutet es, wenn ein Bonusangebot ohne Anbindung an OASIS und LUGAS beworben wird?

Dass der Anbieter keine deutsche Erlaubnis hat. OASIS und LUGAS sind die bundesweiten Sperr- und Limitdateien, die nur erlaubte Veranstalter nutzen. Ohne Erlaubnis ist das Angebot nach § 4 Absatz 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Wettende verlieren dabei Spielerschutz, Limitkontrolle und deutschen Rechtsschutz — dafür gibt es keine Entschädigung in Prozent.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Auszahlung und Quote bei Bonuswetten aus?

Die Steuer bemisst sich nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz an der Grundlage „Einsatz minus Steuer selbst“, was 5,3 % dieses Betrags entspricht und rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob und wie er sie in die Quote einrechnet, entscheidet er selbst — ein Bonus ändert daran nichts.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten-Tipps»