Startguthaben für Sportwetten im Härtefall: Zehn Anbieter, ihre Bedingungen und was sie vom Spieler verlangen

Updated Oktober 2026
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Wer nach einem Startguthaben ohne Einzahlung sucht, sucht in Deutschland nach etwas, das es in dieser Form kaum gibt. Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis, die hier nebeneinander stehen, werben fast alle mit einem Neukundenangebot — aber keiner von ihnen legt einem fremden Menschen einfach Geld auf ein Konto. Was sie anbieten, ist ein Rabatt: einen Teil des Einsatzes zurück, unter Bedingungen, die genau festlegen, wie viel davon jemals ausgezahlt werden darf.

Ein leerer Papier-Wettschein liegt zusammen mit einem Kugelschreiber auf einem Tisch, daneben ein Glas Wasser.
Das Willkommensangebot von Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets.

Stand: 30. Oktober 2026 · Abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Das Wort verrät die Richtung. Ein „Startguthaben“ klingt nach einem Anfangsbestand, nach einem Konto, das schon gefüllt ist, bevor man es anfasst. Bei den hier besprochenen Marken beginnt dieses Guthaben in aller Regel erst zu existieren, wenn zuvor eigenes Geld geflossen ist. Bei bet365 entstehen die „bis zu 100 € in Wett-Credits“ erst dadurch, dass Wetten „im Wert der qualifizierenden Einzahlung“ abgerechnet werden. Bei Tipwin sind Einzahlung und Bonus zusammen vor jeder Auszahlung mindestens siebenmal einzusetzen. Bei Wettstar sind beide Bonusbeträge ausdrücklich nicht auszahlbar. Drei Marken, drei Bedingungen, ein gemeinsames Muster: Der Anbieter gibt nichts weg, er gewährt einen Nachlass auf den Umsatz, den er ohnehin von jedem Kunden erwartet.

Wer das verstanden hat, stellt eine andere Frage. Nicht mehr, welcher Anbieter am meisten drauflegt, sondern welcher am wenigsten dafür verlangt. Genau so ist diese Seite aufgebaut. Sie beginnt mit den Angeboten und ihren Bedingungen, ordnet danach die zehn Marken nebeneinander ein, erklärt dann, wie Bonusgeld, Freebet und Wett-Credits sich überhaupt unterscheiden, geht auf die Rechtslage und den Spielerschutz ein und kommt am Ende zu den Anbietern selbst.

Und weil jede Zahl auf dieser Seite aus einem Regelwerk oder einer Aktion stammt, die jeder nachlesen kann: Wo eine Angabe fehlt, steht keine Vermutung, sondern bleibt das Feld leer.

Neukundenangebote ohne Einzahlung: was tatsächlich dahintersteckt

Die Suche nach einem Startguthaben ohne Einzahlung ist die häufigste Eingabe, die zu Seiten wie dieser führt. Die Antwort ist unbequem, aber kurz: Bei keinem der zehn hier besprochenen Anbieter mit deutscher Erlaubnis findet sich in den eigenen Bedingungen ein Guthaben, das ohne vorherige Einzahlung entsteht.

Ein Fußball liegt im Strafraum eines leeren Platzes, dahinter die Netze des Tores im Abendlicht.
Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Das ist kein Zufall und auch keine Zurückhaltung der Marketingabteilungen. Es folgt aus dem Aufbau des Marktes. Der Glücksspielstaatsvertrag regelt, wer Sportwetten veranstalten darf und wie Spielerschutz aussieht; Höhe, Umsatz und Mindestquote einer jeden Aktion bleiben Sache des Veranstalters und stehen ausschließlich in dessen eigenen Bedingungen. Wer also wissen will, was eine Aktion wert ist, liest nicht die Werbeseite, sondern die Teilnahmebedingungen — dort steht die Zahl, die zählt.

Der zweite Grund liegt in der Steuer. Wer eine Wette annimmt, schuldet die Sportwettensteuer. Ein Gratisguthaben, für das der Anbieter selbst einstehen müsste, wäre im deutschen Markt ein Geschenk mit Rechnung im eigenen Haus. Die zehn Marken hier lösen das unterschiedlich: Manche verdoppeln die Einzahlung bis zu einem Deckel, andere geben eine Freiwette aus dem eigenen Bestand, wieder andere überweisen einen festen Betrag nach der Anmeldung.

Drei dieser Wege sind so verschieden, dass sie einen eigenen Abschnitt verdient haben — und die Unterscheidung ist keine Wortspielerei, sondern entscheidet darüber, ob am Ende Geld herauskommt oder nur ein weiterer Wettschein.

Wenige Marken, ein brauchbares Muster

Auffällig ist, wie schmal das Angebot oberhalb des Rauschens wird, wenn man nur die Anbieter mit deutscher Erlaubnis betrachtet. Bei einer Handvoll von ihnen sind die Neukundenbedingungen so strukturiert, dass ein Betrag entsteht, der nicht sofort wieder verfällt.

MERKUR BETS zum Beispiel schrieb Neukunden bei einer Ersteinzahlung ab 1 € eine Freiwette über 25 € gut; verlor die erste qualifizierende Kombiwette, wurde der Einsatz bis 75 € als Freiwette erstattet, sofern zuvor die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt worden war. Das ist eine der wenigen Konstruktionen auf dem Markt, die einen Verlust abfedern statt einen Gewinn zu versprechen. Wer den ersten Wettschein verliert, verliert weniger; wer gewinnt, gewinnt den normalen Betrag.

Wettstar geht den umgekehrten Weg und legt die Offerte weiter auseinander: 20 € nach der Anmeldung, dazu ein Einzahlungsbonus von 100 % der Einzahlung bis höchstens 20 € bei einer Mindesteinzahlung von 1 €, also insgesamt bis zu 40 €. Der Haken steht direkt daneben: Beide Bonusbeträge sind nicht auszahlbar.

Und bet-at-home zeigt, wie stark sich ein Neukundenangebot verkürzen kann, wenn es an ein einzelnes Sportereignis gebunden wird. Die 10-€-Gratiswette lief auf „Sieger der FIFA WM 2026“, war für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland gedacht, die sich ab dem 09.06.2026 über den Promotion-Link registrierten, und musste bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr platziert werden. Immerhin: Gewinne daraus unterlagen keinen Umsatzbedingungen. Der Preis für diese Freiheit war eine Frist, die kaum zwei Wochen dauerte.

Dass die Fristen so kurz sind, dass die Mindestquote so hoch liegt und dass der Hauptgewinn meist in einem weiteren Wettschein statt auf dem Konto endet, ist keine Nebensache. Es ist die Aktion.

Bonusgeld, Freebet und Wett-Credits: drei Namen, drei Regeln

Wer die nächste Aktion bewertet, sollte zuerst die Bauart bestimmen, denn daran hängt fast alles Weitere. Ein Bonus in Echtgeld verhält sich anders als eine Freiwette, und eine Freiwette verhält sich anders als ein Wett-Credit mit Freischaltung.

Bonusgeld wird auf das Konto gebucht und sieht dort wie Guthaben aus. Es ist aber bis zur Erfüllung der Umsatzbedingungen gesperrt. Bei bpremium werden Bonusgewinne aus Sportwetten erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt. Das Fünffache der Einzahlung ist die Zahl, die in solchen Klauseln übersehen wird — und von der Kundenseite am teuersten bezahlt.

Freebet oder Gratiswette ist ein Wettschein, der nichts kostet. Was er einbringt, ist im Gewinnfall kleiner, als die Quote vermuten lässt: Der Einsatz der Freiwette wird nicht mit ausgezahlt. Bei MERKUR BETS heißt das konkret, dass bei einem Gewinn der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt wird. Man erhält also nur den Nettoüberschuss.

Wett-Credits mit Freischaltung sind die dritte Bauart und die am wenigsten lesbare. Bei bet365 entstehen die „bis zu 100 € in Wett-Credits“ nicht in einem Zug nach Einzahlung, sondern werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben. Der Betrag wird verdient, nicht überwiesen.

Drei Bauarten, drei Antworten auf die Frage, wie viel davon beim Spieler landet. Und in allen drei Fällen steht die Antwort in einer Mindestquote, einer Frist oder einer Obergrenze — nie in der Werbezeile mit der großen Zahl.

Warum der Einsatz einer Freiwette beim Gewinn verschwindet

Diese eine Klausel ist der wichtigste Satz im ganzen Angebot. Wer sie überliest, rechnet beim ersten Gewinn mit der falschen Summe.

Eine Freiwette ist kein Guthaben, sondern ein Einsatz, den der Anbieter übernimmt. Läuft die Wette auf, entsteht ein Gewinn, aber der übernommene Einsatz gehört zurück an den Anbieter. Der Spieler bekommt die Differenz. Bei MERKUR BETS wird das so geregelt, dass der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt wird. Ein Wettschein über 10 € zu einer Quote von 2,00 auf einem Freiwettenschein bringt dem Spieler also nicht 20 €, sondern 20 € minus 10 € — und das ist der Grund, warum eine Freiwette im Gewinnfall oft nur einen Teil dessen wert ist, was der gleiche Betrag in echtes Guthaben umgewandelt gebracht hätte.

Was das durchschnittlich bedeutet, lässt sich abschätzen. Nimmt man die Bauart einer Freiwette, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, und legt sie auf einen Markt mit zwei Ausgängen, der beide Seiten zu einer Quote von 1,90 anbietet, dann zahlt dieser Markt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also rund 95 % der Einsätze zurück. Bei einer Freiwette über 25 € — der Nominalbetrag, mit dem MERKUR BETS Neukunden bewarb — ergibt sich daraus ein durchschnittlicher Gegenwert in der Größenordnung von 11 € bis 12 €, gerechnet aus dem Nominalbetrag, der Quote 1,90 und dem Quotenschlüssel von 95 %. Der Wert liegt tiefer als die beworbene Zahl, weil ausschließlich der mögliche Nettogewinn zählt und dieser zusätzlich um den Buchmacheranteil des Marktes gekürzt wird. Die Bandbreite und die Annahme, dass der Spieler einen Markt mit zwei Ausgängen zu 1,90 nutzt, gehören zum Ergebnis; ein anderer Markt, eine andere Quote oder ein anderes Nominal verschieben es. Das ist eine Schätzung über viele Wetten hinweg, kein Versprechen für den nächsten Wettschein.

Umsatzbedingungen und Mindestquote: die zwei Zahlen, die alles bestimmen

Fast jede Aktion nennt eine Umsatzbedingung und fast jede nennt eine Mindestquote. Beide zusammen legen fest, was der Spieler tun muss, bevor das Geld ihm gehört — und beide sind in der Werbung entweder abwesend oder kleiner gesetzt als der Deckelbetrag.

Die Umsatzbedingung nennt das Vielfache, das gesetzt werden muss. Bei bpremium sind es das Fünffache des Bonusbetrags und zusätzlich das Fünffache der zugehörigen Einzahlung. Bei Tipwin sind Einzahlung und Bonus zusammen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten einzusetzen, wobei je Wettschein höchstens 100 € zählen. Bei Wettstar muss der Neukundenbonus mindestens fünfmal für Wetten eingesetzt werden, und zwar innerhalb von 60 Tagen; danach verfällt der Bonusbetrag. Bei bwin sind die Umsatzbedingungen des konkreten Neukundenangebots nicht in derselben Schärfe genannt wie bei den drei anderen — viele Konten werden sich an einer anderen Zahl als den fünf, sieben oder zehn Malen orientieren, und die steht in den AGB der jeweiligen Aktion, nicht auf der Startseite.

Die Mindestquote begrenzt, welche Wetten überhaupt mitzählen. Bei Tipwin zählen nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80. Bei bpremium liegt die Schwelle bei 1,7. Bei Winamax gilt für die Umsetzung der Einzahlung eine Mindestquote von 1,05 — niedrig, weil dort die Umsetzung selbst schmal ist: Die Einzahlung muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 €. Eine vergleichsweise milde Auflage, die man nicht mit der deutlich freundlicheren Aussage verwechseln darf, dass für die Freebets selbst keine Umsatzbedingungen gelten.

Und dann ist da die Klausel, die ganze Wettearten ausschließt und in fast keiner Anzeige steht. Bei Winamax zählen Cashout-Wetten und stornierte Wetten nicht zur Umsetzung der Einzahlung. Wer einen Wettschein frühzeitig auszahlt, verbrennt damit Umsatz, den er vorher hätte sammeln müssen.

Was all das in Geld bedeutet, lässt sich beziffern. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu 1,90 auf beiden Seiten sind rund 95 % des Einsatzes die Rückzahlung und entsprechend rund 5 % die Marge des Buchmachers. Muss ein Kunde 1.000 € umsetzen — die Größenordnung, die bei einem Bonus über 100 € mit einem Zehnfachen nicht ungewöhnlich wäre —, dann beträgt der zu erwartende Verlust aus der reinen Marge rund 50 €. Das ist eine statistische Erwartung über viele Wetten, kein vorherbestimmtes Ergebnis für einen einzelnen Wettschein. Der Punkt bleibt trotzdem gültig: Der Umsatz ist die Rechnung, und der Bonus ist der Rabatt auf diese Rechnung. Je höher das Vielfache und je enger die Mindestquote, desto weniger bleibt vom beworbenen Betrag übrig.

Fristen, Obergrenzen und Ausschlüsse: die Kleingedruckte mit Kosten

Nach den zwei großen Zahlen kommen die kleinen, und die entscheiden im Streitfall häufiger als die großen.

Die Frist setzt die Frist des Bonus. Bei Wettstar muss das Fünffache innerhalb von 60 Tagen gesetzt werden; danach verfällt der Bonusbetrag. Bei bet-at-home endete die Gratiswette zur WM am 28.06.2026 um 18:00 Uhr — eine Spanne von rund drei Wochen nach dem Registrierungsstart am 09.06.2026. Wer in dieser Zeit keine Mannschaft auswählte, war draußen.

Die Obergrenze begrenzt, wie viel Einsatz auf einem Wettschein überhaupt zählt. Bei Tipwin zählen je Wettschein höchstens 100 €. Wer üblicherweise 200 € auf einen Schein nimmt, sammelt damit nur die Hälfte des Umsatzes, den er glaubt zu sammeln — und muss die Differenz mit zusätzlichen Wettscheinen nachholen, jeder mit dem Risiko der Marge.

Der Ausschluss zieht ganze Wettearten aus der Wertung. Bei Winamax zählen Cashout-Wetten und stornierte Wetten nicht. Bei Tipwin zählen Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf nicht zum Umsatz. Solche Klauseln treffen genau die aktiven Kunden, die ihre Wetten live steuern und früh aussteigen — die Gruppe, die sich für ein Bonusangebot am meisten interessiert.

Dazu kommt die Einmaligkeit. Das Winamax-Angebot gilt einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankkarte oder Bankkonto. Der Tipwin-Bonus gilt einmal je Person, Konto, Haushalt, Zahlungsmittel, Gerät und IP-Adresse. Wer im selben Haushalt wie ein anderes Konto spielt, hat den Anspruch faktisch nicht. Das ist keine Fußnote, das ist die Auflage selbst.

Und schließlich die Verifizierung. Beim Tipwin-Willkommensbonus erhalten nur verifizierte Konten den Bonus; wer vor der Verifizierung einzahlt, kann ihn erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen. Das ist kein Formfehler, sondern der Grund, warum man das Konto vor der Einzahlung vollständig freischalten lässt.

Zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich

Die Reihenfolge dieser Übersicht folgt keiner Rangliste und keiner Empfehlung, sondern der Reihenfolge, in der die Marken hier besprochen werden. Was in den Spalten steht, ist die Höhe der Aktion, die Art der Aktion, ob eine Einzahlung nötig ist, die Umsatzbedingung, die Mindestquote und die Frist. Wo eine Angabe in den Bedingungen des Anbieters nicht so gefasst ist, steht ein Strich — lieber eine Lücke als eine Zahl, die niemand nachlesen kann. Die Spalte mit den Neukundenangeboten endet daher bewusst dort, wo die Bedingungen unbestimmt bleiben.

Anbieter Höhe der Aktion Art Einzahlung nötig Umsatzbedingung Mindestquote Frist
bet365 bis zu 100 € Wett-Credits ja, im Wert der Freischaltung Freischaltung nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung — —
Tipwin 100 % der Einzahlung, höchstens 100 € Bonusgeld ja 7× Einzahlung + Bonus in Sport- und Livewetten, je Wettschein höchstens 100 € 1,80 —
888sport — — — — — —
bet-at-home 10 € Gratiswette auf „Sieger der FIFA WM 2026“ nein, Registrierung ab 09.06.2026 keine Umsatzbedingungen für Gewinne — Wette bis 28.06.2026, 18:00 Uhr
LeoVegas — — — — — —
DAZN Bet — — — — — —
Wettarena — — — — — —
AdmiralBet — — — — — —
Betano — — — — — —
bwin — — — — — —

Dass die Tabelle in der ersten Hälfte gut gefüllt ist und in der zweiten mit Strichen arbeitet, hat einen Grund, der beim Vergleich selbst liegt. Vier der zehn Anbieter führen ihre Neukundenaktion derzeit so, dass Höhe und Bedingungen in einer Form greifbar sind, die man in eine Zeile bringen kann. Bei den übrigen sechs ist die Aktion entweder an eine befristete Kampagne gebunden, in der eigenen Kommunikation nicht so weit aufgeschlüsselt oder so gehalten, dass eine Zahl daraus nur durch Ergänzung entstünde — und eine ergänzte Zahl ist keine Angabe, sondern eine Erfindung.

Die zweite Beobachtung betrifft die Spalte, die in dieser Übersicht fehlt und in fremden Vergleichen meist ganz vorn steht: der Quotenschlüssel. Keiner der zehn Anbieter macht ihn zum Teil des Neukundenangebots, und er hängt ohnehin von Sportart, Liga, Markt und Zeitpunkt ab. Ein Vergleich der Quotenschlüssel über zehn Marken hinweg wäre ein Vergleich von zehn Momentaufnahmen, und keine davon hätte mit dem Wettschein zu tun, den der Leser später tatsächlich platziert. Eine Zahl, die für eine Wette zu einem Zeitpunkt gilt, sagt über die nächste nichts. Deshalb steht sie hier nicht.

Die dritte Beobachtung ist die unbequemste und die wichtigste. Zwischen der beworbenen Höhe und dem, was ausgezahlt werden kann, liegt bei jedem Anbieter mindestens eine Bedingung, und bei den meisten liegt sie in der Umsatzbedingung oder in der Ausschlussklausel, nicht in der Höhe. Ein Angebot über 100 € mit siebenfachem Umsatz ist nicht wertvoller als eines über 50 € mit dreifachem. Es ist ein anderes Produkt.

Was die Permit-Spalte über die Marken verrät

Die Erlaubnis ist der einzige belastbare Qualitätsunterschied in dieser Übersicht, und sie ist der einzige Punkt, den ein Spieler in einer Minute selbst prüfen kann. Alle zehn hier geführten Marken stehen mit ihrer Sportwetten-Erlaubnis in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Marke Whitelist-Status und Inhaberin der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
bet365 Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Tipwin Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: Tipwin Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 27.12.2022 und 09.01.2024
888sport Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022
bet-at-home Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
LeoVegas Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: LVSports Limited 21.10.2024
DAZN Bet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: DZBT Operations Limited 22.08.2023
Wettarena Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta 09.10.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
AdmiralBet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024
Betano Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022
bwin Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin: bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022

Drei Muster fallen auf. Erstens ist keine dieser Erlaubnisse neu: Sechs der zehn gehen auf das Jahr 2020 zurück, die jüngste auf den 21.10.2024. Eine Marke, die ihre Neukundenaktion mit einem frischen Schild bewirbt, hat damit nichts gewonnen — die Erlaubnis sagt nichts über die Aktion, und die Aktion sagt nichts über die Erlaubnis.

Zweitens sind die Inhaberinnen fast durchweg Gesellschaften mit Sitz im Ausland, vorwiegend in Malta. Das ist die normale Struktur des Marktes und kein Warnsignal: Die Erlaubnis wird für die Domain erteilt, nicht für den Firmentyp. Wer die Marke sehen will, unter der geworben wird, und die Gesellschaft, die rechtlich haftet, auseinanderhalten möchte, findet beides in der Liste.

Drittens: Die Whitelist nennt nur Erteilungsdaten, nie ein Enddatum. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre. Wer im Vergleichenden liest, eine Marke sei „bis 2025“ erlaubt gewesen, liest eine Zahl, die in der offiziellen Liste nicht steht.

Der praktische Wert dieser Spalte liegt nicht im Vergleich, sondern im Ausschluss. Sie sortiert die Anbieter, die man prüfen kann, aus denen, bei denen man auf ein Impressum angewiesen ist. Für die zehn hier geführten Marken ist die Prüfung erledigt — die Liste ist Stand 2. Oktober 2026, und jede Marke steht mit einer Sportwetten-Erlaubnis darin.

Was die Erlaubnis für die Auswahl bedeutet und was nicht

Eine Erlaubnis macht eine Marke nicht zur besseren Wahl. Sie macht sie zu einer prüfbaren Wahl, und das ist in einem Markt, in dem auch ohne Erlaubnis geworben werden kann, mehr wert, als es klingt. Alle zehn hier besprochenen Marken sind prüfbar.

Umgekehrt gilt: Die Erlaubnis der Wettvermittlung an einer Domain sagt nichts über andere Produkte derselben Gruppe. Wer bei einer der hier geführten Marken zusätzlich virtuelle Automatenspiele spielt, tut das auf einer anderen Erlaubnis mit anderen Regeln. Bei LeoVegas ist das direkt sichtbar: Für die Marke LeoVegas ist die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Bei AdmiralBet besteht für virtuelle Automatenspiele auf der entsprechenden Domain eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Zwei Geschäfte, zwei Erlaubnisse, zwei Regelwerke.

Für den Leser dieser Seite folgt daraus eine einzige praktische Konsequenz: Wer ein Startguthaben sucht, sucht ein Sportwettenangebot. Die Limits, die dort gelten, sind die des Sportwettengeschäfts — und nicht die eines Casino-Kontos, auch wenn beide unter demselben Markennamen laufen.

Wettanbieter mit Startguthaben ohne Einzahlung: die Rechtslage

Wer prüfen will, ob ein Anbieter überhaupt werben darf, prüft die Whitelist. Sie ist der einzige belastbare Test: Nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags führt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale) die Liste der erlaubten Anbieter, und nur dort steht, welche Marke mit welcher Erlaubnis Sportwetten im Internet veranstalten oder vermitteln darf. Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV erteilt, die Behörde überwacht und sanktioniert nach § 28a.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung bei Einbruch der Dunkelheit, davor ein stiller Parkplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der GGL die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, von denen zwei auch Pferdewetten anbieten, und drei Inhaber mit einer ausschließlichen Pferdewetten-Erlaubnis. Jede dort geführte Domain ist eine .de-Domain — aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Nur die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführte Domain nimmt Sportwetten entgegen; die Erlaubnisse derselben Inhaberin für Automatenspiele, Poker oder Casino sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre; die Whitelist zeigt nur Erteilungsdaten, nie ein Enddatum.

Und die Sportwettensteuer? Sie ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Die Steuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die der Gesetzgeber in §§ 17, 18 als „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ fasst, was rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags entspricht. Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler. Ob und wie sie an den Spieler weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter — und ob er es tut, steht in seinen eigenen Bedingungen. Auf dieser Seite steht deshalb keine „5,3 % des Einsatzes“; die Steuer lastet auf dem Veranstalter, nicht auf dem Wettschein. Der deutsche Steuersatz beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Wer eine Wette bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis abschließt, zahlt die Steuer im Übrigen mit, ganz gleich, ob die Firma sie abführt: Bezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Für Werbung und Bonus gilt eine klare Zuweisung. Werben darf nur, wer eine Erlaubnis hat, so § 5 Abs. 7 GlüStV. Das Verbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — Sportwetten nicht. Für Sportwetten besteht stattdessen das Verbot, für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf dem ausstrahlenden Kanal zu werben, ebenso Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären sowie eine Bezahlung von Affiliates nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Entscheidend für jede Zahl auf dieser Seite: Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwettenbonus festlegt oder begrenzt. Höhe, Umsatz und Mindestquote kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer also nach der „gesetzlichen Obergrenze für Wettboni“ sucht, sucht etwas, das es nicht gibt — es gibt nur einen Anbietervertrag, den man lesen kann.

Was eine fehlende Erlaubnis den Spieler kostet

Der Unterschied zwischen einem Anbieter mit und einem ohne deutsche Erlaubnis ist kein Formalakt, sondern eine Reihe handfester Konsequenzen. Ein Angebot ohne deutsche Erlaubnis an in Deutschland ansässige Personen ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung.

Was damit wegsteht, ist die gesamte Schutzinfrastruktur. Angebote ohne deutsche Erlaubnis sind weder mit OASIS verbunden noch mit LUGAS. Das bedeutet konkret: Kein Einzahlungslimit der Limitdatei, keine Prüfung gegen die Sperrdatei — und für die eigene Spielpause kein Instrument, das jemand anderes als der Anbieter selbst durchsetzen könnte. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“, zuletzt in einer Mitteilung vom 17. September 2026.

Auf der Gegenseite steht die Zivilrechtsprechung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren fordert der Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) hielt Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Damit ist niemandem eine Rückzahlung versprochen. Wer heute ohne Erlaubnis spielt, spielt auf eigenes Risiko mit ungewisser Aussicht.

Strafrechtlich bleibt es bei der nüchternen Zuordnung: Veranstalten nach § 284 StGB bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, Werbung bis zu einem Jahr, Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht festgestellt — das ist weder eine Erlaubnis noch ein Grund zur Dramatisierung.

Die Rechnung zwischen den beiden Welten liest sich dann so: Ohne deutsche Erlaubnis sind höhere Limits möglich, und sonst nichts. Mit Erlaubnis gilt das 1.000-€-Standardlimit, es gelten eingeschränkte Live-Märkte, die vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto. Wer die höheren Limits sucht, tauscht genau die Instrumente ein, die im Abschnitt zum Spielerschutz beschrieben sind.

Was sich mit deutscher Erlaubnis wetten lässt und was nicht

Auch der Umfang des Angebots folgt dem Regelwerk und nicht der Marketingentscheidung. Nach § 21 Abs. 1 GlüStV sind Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle darin zulässig, als Einzel- oder Kombiwetten — und nur in den Wettarten, die die GGL zugelassen hat, niedergelegt im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5.

Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 auf ein laufendes Ereignis beschränkt: möglich sind sie nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist damit zulässig, der nächste Satz im Tennis auch — der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht.

Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind. In der Praxis der Behörde gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport. Ebenfalls ausgeschlossen sind manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a; Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport erkennt die GGL nicht als Sport an, entsprechend gibt es kein erlaubtes E-Sport-Wetten in Deutschland.

Für Wetten auf virtuelle Sportarten ist die Rechtslage nicht gesichert, und deswegen steht dazu hier nichts. Zu Cash Out findet sich keine gesetzliche oder behördliche Regel — es ist ausschließlich eine Funktion des jeweiligen Anbieters und wird hier auch so beschrieben. Ausgezahlt wird erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Ein gesetzliches Höchstlimit pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht; wer von einer Einsatzobergrenze hört, hört von einer Bonusbedingung oder einer Hausregel.

Diese Beschränkungen sind der Preis der Erlaubnis, und sie treffen die Auswahl der Wettarten, nicht die Höhe des Einsatzes. Wer Livewetten auf den nächsten Punkt beim Tennis sucht, findet sie bei keinem der zehn hier geführten Anbieter. Das ist keine Angebotslücke, die man mit einem anderen Anbieter schließt — es ist die Regel selbst.

Spielerschutz: Einzahlungslimit, Sperrdatei und Panikbutton

Ein Anbieter, der mit Gratiswetten oder Wettguthaben wirbt, ändert damit nichts an den Schutzregeln, die für ihn gelten. Sie stehen im Gesetz und nicht in der Aktionsbeschreibung, und sie gelten in vollem Umfang weiter — auch für den Neukunden, der gerade erst ein Konto eröffnet hat.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich, so § 4 Abs. 3 GlüStV. Pro Anbieter ist ein Konto vorgesehen, mit vollständiger Verifizierung nach § 6a. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Ein Konto, das noch nicht verifiziert ist, ist also kein halbfertiges Konto, sondern ein eigenes, scharf begrenztes Stadium.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es vorsieht, darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen — bis zu 10.000 €, für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler sogar zwischen 10.000 € und 30.000 € — aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Selbsterklärung genügt nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung nach sieben Tagen. Paralleles Spiel bei mehreren Anbietern derselben Veranstalterin ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt.

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV und wird bei der Registrierung und beim Login abgeglichen. Die Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist benennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus.

Bei den Zahlungen sind anonyme Mittel nach § 6b Abs. 4 ausgeschlossen: Erlaubt sind nur Zahlungen von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, bleibt seine eigene Sache und steht nur in seinen Bedingungen — Betway etwa nennt für Skrill und Trustly eine Mindesteinzahlung von 5 € und eine Mindestauszahlung von 10 €, gebührenfreie Auszahlungen und bei Skrill eine Freigabe in der Regel innerhalb von 24 Stunden, wobei Skrill-Einzahlungen nur für die Willkommens-Freiwette qualifizieren, nicht für den Einzahlungsbonus. Spielergelder liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto; bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 6 und 7 innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Für den Vergleich auf dieser Seite ist eine Verbindung wichtig: Offshore-Angebote hängen weder an OASIS noch an LUGAS. Ein Limit, das ein Spieler bei einem Anbieter der Whitelist gesetzt hat, gilt dort nicht — und eine Sperre, die dort eingetragen ist, wird in der illegalen Ecke nicht gelesen. Deshalb ist die Frage nach der Erlaubnis keine Formalie, sondern die Frage, ob die Schutzinstrumente überhaupt ansprechen.

Was ein Gratisguthaben an Erwartungen verschieben kann

Gratisguthaben ist die riskanteste Form der Werbung, weil es den Einsatz von echtem Geld mit dem Gefühl verwechselt, nichts einzusetzen. Der Wettschein kostet nichts, also zählt er nicht — so fühlt sich eine Freiwette an, und so führt sie zu mehr Wettscheinen als ein normaler Abend.

Die Regeln sind darauf eingerichtet, diese Erwartung nicht zu korrigieren, sondern zu kanalisieren. Eine Freiwette, deren Einsatz nicht ausgezahlt wird, macht den Gewinn kleiner als er aussieht; eine Umsatzbedingung mit einer Mindestquote von 1,80 zwingt zu Wetten und nicht zu Spielereien; eine 60-Tage-Frist erzeugt einen Kalender, der zum Setzen mahnt. Wer ein Konto eröffnet, um ein Gratisguthaben abzuholen, richtet seine Woche nach dem Ablaufdatum der Aktion und nicht nach dem eigenen Budget. Genau umgekehrt sollte es laufen.

Praktisch ist die Reihenfolge deshalb dieselbe wie für jeden anderen Wettkunden — nur früher. Vor der ersten Einzahlung das Limit setzen, nicht danach; das Monatslimit von 1.000 € gilt über alle Anbieter hinweg, und ein selbst gesetztes Limit kann jederzeit gesenkt werden, wirkt aber nach einer Absenkung sofort. Vor der ersten Aktion das Konto vollständig verifizieren lassen, weil ein unverifiziertes Konto bei Tipwin am Bonus vorbeiführt und bei jedem Anbieter in die 72-Stunden-Frist mit 100 € Einzahlungsdeckel läuft. Und vor der Annahme einer Freiwette prüfen, ob die spätere Auszahlung überhaupt möglich ist: Bei Tipwin sind Auszahlungen erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen des Willkommensbonus möglich, wenn bei einer weiteren Einzahlung noch ein Restguthaben von mehr als 1 € auf dem Konto liegt, und für die Auszahlung müssen alle gespielten Ereignisse abgeschlossen sein.

Wo Hilfe nötig ist, stehen die Instrumente unabhängig vom Anbieter bereit: die Selbstsperre über OASIS, der Panikbutton für 24 Stunden und das Einzahlungslimit über LUGAS. Sie gelten auch dann, wenn eine Aktion mit Gratiswetten läuft. Sie gelten nicht im Ausland und nicht bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis.

Was jede der zehn Marken aus ihrem Startguthaben macht

Die folgenden Abschnitte gehen die zehn Anbieter in der Reihenfolge durch, in der sie in der Vergleichstabelle stehen. Jeder Abschnitt nennt die Erlaubnis nach der Whitelist, dann das Neukundenangebot mit seinen Konditionen, dann das, was die Marke darüber hinaus von einem Wettkonto verlangt. Am Ende jedes Abschnitts steht eine Einschätzung, die aus diesen Angaben folgt.

bet365: das Guthaben, das man erst erspielen muss

Die Marke bet365 steht in der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis; Inhaberin ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Erste Erlaubnis am 09.10.2020, Folgeerlaubnis am 27.12.2022. Kein Enddatum in der Liste, und keines, das hier behauptet würde.

Das Neukundenangebot bewirbt „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Was viele überlesen: Die Credits werden nicht nach der Einzahlung gutgeschrieben, sondern erst nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben. Wer 100 € einzahlt und nach zwei Wettscheinen 100 € umgesetzt hat, hat die Credits dann — nicht vorher. Der Deckel von 100 € markiert also nicht die Gutschrift, sondern das obere Ende eines Wegs, der erst gegangen werden muss. Und Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht: Fällt ein Wettschein aus Credits auf, gehört der Einsatz zurück an den Anbieter.

Im Funktionsumfang ist bet365 breit aufgestellt. Für den Wetten-Konfigurator gibt es einen Boost bei drei oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten von 2,00 oder höher, dazu einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen abhängt. Im Hilfezentrum sind Wetten-Konfigurator, Gewinn-Boost, Cash Out, „Einwechslung+“ — eine Spielerwette läuft bei einer Auswechslung weiter — und „Wette teilen“ beschrieben.

Wer nach dem größten angezeigten Betrag greift, findet hier die höchste Zahl der Übersicht und die längste Wartezeit dahinter. Wer sein Konto ohnehin regelmäßig bespielt, für den ist die Hürde ein Zwischenstand und kein Hindernis. Ein Kunde, der zweimal im Monat einen Wettschein abgibt, wird die Freischaltung kaum erleben, bevor ihm das Interesse vergeht — und die Credits verhalten sich dann wie ein Rabatt, den man an der Kasse erst nach dem dritten Einkauf bekommt.

Tipwin: ein voller Bonus mit einem langen Umsatzweg

Tipwin ist mit einer Sportwetten-Erlaubnis in der Whitelist geführt; Inhaberin ist die Tipwin Limited, erste Erlaubnis am 09.10.2020, Folgeerlaubnisse am 27.12.2022 und am 09.01.2024.

Der Sportwetten-Willkommensbonus beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €. Die härtesten Zahlen stehen daneben: Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 sind zulässig. Rechnet man mit dem vollen Betrag, sind das 1.400 € Umsatz bei einem Bonus von 100 € — das Vierzehnfache. Der Deckel von 100 € je Wettschein bedeutet, dass ein Kunde mit größeren Einsätzen mehr Wettscheine braucht als er glaubt.

Dazu kommen Bedingungen, die man vor dem ersten Wettschein kennen sollte. Nur verifizierte Konten erhalten den Bonus; wer vor der Verifizierung einzahlt, kann ihn erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen. Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf zählen nicht zum Umsatz. Der Bonus gilt einmal je Person, Konto, Haushalt, Zahlungsmittel, Gerät und IP-Adresse. Auszahlungen sind erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen möglich, wenn bei einer weiteren Einzahlung noch ein Restguthaben von mehr als 1 € auf dem Konto liegt, und für die Auszahlung müssen alle gespielten Ereignisse abgeschlossen sein.

Der Bonus ist also nicht klein, aber er bindet das Konto mit jeder seiner Klauseln: an die Verifizierung, an den Wettschein, an das Restguthaben. Wer ihn nimmt, sollte 1.400 € Umsatz als die eigentliche Größe des Angebots lesen, nicht die 100 €.

888sport: eine Marke mit Börsennotierung und ohne aufgeschlüsselte Neukundenaktion

Für 888sport nennt die Whitelist eine Sportwetten-Erlaubnis; Inhaberin ist die 888 Germany Limited, erste Erlaubnis am 30.06.2021, Folgeerlaubnis am 15.12.2022.

Über die Marke selbst gibt es wenigstens eine belastbare Einordnung von der Eigentümerseite: Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Eine börsennotierte Muttergesellschaft ändert nichts an den Bonusbedingungen, aber sie schafft eine Prüfungsmöglichkeit auf einer Ebene oberhalb der Marke.

Ein Neukundenangebot lässt sich für diese Marke nicht in Zahlen fassen. In der Vergleichstabelle steht deshalb durchgehend ein Strich, und das ist in diesem Fall kein Mangel der Übersicht, sondern die ehrliche Darstellung des Umstands, dass die Aktion nicht in einer Form vorliegt, die man nachprüfen könnte. Im Zweifel steht sie in den Teilnahmebedingungen der jeweiligen Aktion, und dort entscheidet sich auch, ob Geld oder ein Wettschein dabei herauskommt.

Was bleibt, ist der nüchterne Punkt: Eine Erlaubnis und eine Börsennotierung sind zwei gute Eigenschaften, aber keine davon macht aus einer unbekannten Neukundenaktion ein besseres Angebot. Wer die Marke prüft, prüft die Aktion in ihrem eigenen Dokument nach.

bet-at-home: die Gratiswette, die an ein Turnier gebunden war

bet-at-home führt die Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis; Inhaberin ist die Bet-at-home.com Internet Limited, erste Erlaubnis am 02.11.2020, Folgeerlaubnis am 22.12.2022.

Das Neukundenangebot, das in den Unterlagen dieser Seite fassbar ist, war eine 10-€-Gratiswette auf „Sieger der FIFA WM 2026“. Sie galt für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, die sich ab dem 09.06.2026 über den Promotion-Link registrierten; die Wette musste bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr platziert werden. Gewinne daraus unterlagen keinen Umsatzbedingungen — eine Seltenheit, die man anerkennen sollte. Der Preis dafür war ein Fenster von knapp drei Wochen und ein Turnier, das man vorhersagen musste.

Für die Bewertung ist das der entscheidende Punkt: Eine erfüllte Umsatzbedingung ist nichts wert, wenn die Wette an einer Frist und an einem einzigen Markt hängt. Ein Kunde, der sich am 10.06. registrierte, hatte 18 Tage; wer sich Ende Juni ansah, was bet-at-home anbietet, hatte gar nichts. Das ist keine schlechte Aktion, es ist eine Aktion, die man verpasst oder nimmt.

Wer eine solche Gelegenheitswette mitnimmt, sollte sie nicht mit einem regulären Willkommensbonus verwechseln. Bei einem normalen Bonus bestimmt der Kunde das Ereignis. Hier bestimmte es der Kalender.

LeoVegas: zwei Erlaubnisse, zwei Geschäfte und kein Bonuszettel

Für Leovegas.de ist in der Whitelist die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Das Sportwettengeschäft ist damit das jüngere der beiden.

Diese Konstellation ist der klarste Beleg für einen Punkt, der in dieser Vergleichsübersicht sonst nur abstrakt bleibt. Zwei Erlaubnisse bedeuten zwei getrennte Regelwerke: Ein Limit, das für das Sportwettenkonto gilt, gilt nicht automatisch für das Casino-Konto, und umgekehrt. Wer beide Produkte nutzt, sollte die Limits je Konto prüfen und nicht davon ausgehen, dass ein gesenktes Sportwettenlimit auch das andere Geschäft bremst.

Über ein Neukundenangebot mit Startguthaben liegt für diese Marke nichts in einer Form vor, die eine Zahl in eine Tabelle bekommen könnte — in der Vergleichsübersicht steht daher ein Strich. Der Prüfweg bleibt derselbe wie bei jeder anderen Marke: die Aktion in ihren Teilnahmebedingungen, die Höhe und die Bedingungen in einem Dokument.

Was von den beiden Erlaubnissen abgesehen bleibt, ist die Frage, ob man sein Sportwettenkonto bei einem Anbieter führen möchte, dessen Casino-Erlaubnis älter ist als seine Sportwetten-Erlaubnis. Ein starkes Casino sagt nichts über ein Sportwettenangebot, und ein Sportwettenangebot dieser Marke lässt sich anhand einer fehlenden Angabe auch nicht abwerten.

DAZN Bet: Cash Out mit klaren Grenzen

Bei DAZN Bet steht in der Whitelist eine Sportwetten-Erlaubnis; Inhaberin ist die DZBT Operations Limited, erste Erlaubnis am 22.08.2023 — die zweitjüngste im Feld.

Die klar dokumentierte Eigenschaft dieser Marke ist der Umgang mit Cash Out. Bei DAZN Bet ist Cash Out nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei als Freiwette platzierten Wetten; der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten, und die Verfügbarkeit von Cash Out wird nicht garantiert. Dieser letzte Satz ist der wichtigste, weil er die häufigste Erwartung im Live-Bereich zurechtrückt: Cash Out ist ein Angebot, kein Recht. Wer den Ausstieg einplant, plant mit etwas, das der Anbieter zurückziehen darf.

Die Selbstverständlichkeit, mit der viele Kunden Cash Out als Kontrolle über ihre Wetten lesen, ist genau die Marketingfolie, die diese Bedingungen abziehen. Ein Ausstieg aus einer laufenden Wette ist eine zweite Wette zum Preis des Anbieters — der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten, nicht nach dem ursprünglichen Einsatz, und die Quoten zu diesem Zeitpunkt sind genau die, die der Anbieter stellt.

Zur Höhe eines Neukundenangebots ist für diese Marke nichts ausgewiesen, das in eine Tabellenzelle passt; dort steht ein Strich. Wer die Marke in Betracht zieht, prüft zuerst, ob der eigene Wettstil überhaupt zu ihr passt — ein Anbieter, dessen sichtbarstes Merkmal ein bedingt verfügbares Ausstiegsinstrument ist, richtet sich an Kunden, die ihre Wetten steuern wollen, und nicht an Kunden, die einen Kombischein bis zum Abpfiff liegen lassen.

Wettarena: eine Marke mit einem Betreiber hinter den AGB

Für Wettarena führt die Whitelist eine Sportwetten-Erlaubnis; Inhaberin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited, erste Erlaubnis am 09.10.2020, Folgeerlaubnis am 15.12.2022. Zusätzlich nennen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Marke eine Gesellschaft mit Sitz in 20, Lyons Range Court Flat Nru.1 Triq Bisazza, Sliema SLM 1640, Malta. Beide Angaben stehen nebeneinander, und es lohnt sich, sie auseinanderzuhalten: Die Whitelist nennt die Inhaberin der Erlaubnis, die AGB nennen die anbietende Gesellschaft.

Ein Neukundenangebot ist für diese Marke nicht in Zahlen gefasst; in der Vergleichsübersicht steht ein Strich. Wer die Aktion prüfen will, liest sie in den Teilnahmebedingungen, und beim Lesen der Bedingungen lohnt sich ein Blick darauf, welche der beiden Gesellschaften dort jeweils als Vertragspartner steht — die Angaben sind nicht deckungsgleich, und im Streitfall ist das die entscheidende Zeile.

Was damit bleibt, ist eine Marke mit langer Whitelist-Historie, die sich über eine Neukundenaktion nicht fassen lässt. Ein solches Profil passt zu Kunden, die eine Marke nach ihrem laufenden Programm auswählen und nicht nach dem Betrag, den es zur Eröffnung gibt.

AdmiralBet: Schwellen, die nicht im Bonus stehen

AdmiralBet ist in der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt; Inhaberin ist die Greentube Betting Malta Limited, erste Erlaubnis am 09.10.2020, Folgeerlaubnisse am 13.12.2022 und am 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht seit dem 28.09.2022 eine eigene Erlaubnis.

Das ist die zweite Marke im Feld, bei der beide Geschäfte getrennt erlaubt sind, und dabei bleibt es auch hier: Der Sportwettenbonus folgt den Bedingungen des Sportwettenangebots. Ein Neukundenangebot mit einer Höhe, die sich in eine Zeile schreiben ließe, ist für diese Marke nicht ausgewiesen; in der Vergleichsübersicht steht ein Strich.

Wer eine lange Whitelist-Historie als Qualitätsmerkmal liest, findet hier eine der beiden Marken mit gleich drei Erlaubniseinträgen im Zeitverlauf. Was daraus für die Neukundenaktion folgt, ist allerdings nichts: Die Erlaubnisdaten sagen, dass die Aufsicht die Marke über Jahre begleitet hat, nicht, wie viel ein Neukunde bekommt. Wer das Angebot prüfen will, liest es in den Teilnahmebedingungen bei der Anmeldung. Ein Kunde, der sich für AdmiralBet entscheidet, entscheidet sich für eine etablierte Erlaubniskette und muss die Aktion selbst nachschlagen.

Betano: ein Anbieter mit kurzer Erlaubnisdauer im deutschen Markt

Betano steht in der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis; Inhaberin ist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta, erste Erlaubnis am 19.02.2021, Folgeerlaubnis am 16.12.2022.

Bemerkenswert ist hier die Spanne zwischen der Erlaubnis und einem Neukundenangebot, das sich beziffern ließe: Auch für diese Marke ist in den vorliegenden Bedingungen keine Aktion mit Höhe und Umsatzbedingung gefasst, die in die Vergleichsübersicht passt; dort steht ein Strich. Die Marke sitzt damit in der Gruppe, deren Angebot sich nur im eigenen Dokument nachprüfen lässt.

Wer die Wahl zwischen den Marken dieser Gruppe treffen will, hat außer der Aktion noch andere Kriterien zur Hand: die Länge der Whitelist-Historie, die Struktur der Inhaberin und das laufende Wettprogramm. Bei Betano ist die Erlaubnis seit 2021 geführt und seither mit einer Folgeerlaubnis bestätigt. Wer eine Aktion sucht, muss sie im eigenen Dokument suchen; wer eine Präsenz sucht, findet sie in der Liste.

bwin: die Marke mit den meisten Zusatzfunktionen im Programm

bwin ist in der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt; Inhaberin ist die bwin (Deutschland) Limited, erste Erlaubnis am 09.10.2020, Folgeerlaubnis am 23.12.2022.

Über den Funktionsumfang gibt die App-Beschreibung im Apple App Store einigen Aufschluss: Die „bwin – Sportwetten App“ wird dort von der bwin.party entertainment Limited angeboten, und die Entwicklerbeschreibung nennt Cashout — manuell und automatisch —, Live-Streams und Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. Das ist der breiteste ausgewiesene Funktionskatalog im Feld, und der automatische Cashout ist die bemerkenswerteste Einzelheit darin: Wer den Ausstieg nicht selbst bedienen will, kann ihn an eine Bedingung knüpfen.

Ein Neukundenangebot mit einer Höhe und Umsatzbedingung, die in die Vergleichsübersicht passt, ist für diese Marke hier nicht gefasst; dort steht ein Strich. Damit teilt bwin das Los der zweiten Tabellenhälfte: Die Marke ist in der Erlaubnisliste belegt und im Funktionsumfang dokumentiert, die Neukundenaktion steht in ihren eigenen Teilnahmebedingungen.

Für wen sich das lohnt, lässt sich trotzdem sagen. Wer Live-Streams, automatischen Cashout und Boosts tatsächlich nutzt, hat hier ein laufendes Programm, das den Ausschlag geben kann — und der Willkommensbonus ist dann das kleinere Kriterium. Wer umgekehrt nach dem maximalen Startguthaben sucht, findet in der oberen Tabellenhälfte die Zahl, aber nicht die Funktionen dazu.

MERKUR BETS: Freiwette statt Willkommensbonus

MERKUR BETS ist die elfte Marke, die hier auftaucht, weil zwei ihrer Bedingungen für dieses Thema mehr sagen als manche Neukundenaktion. Ein Whitelist-Eintrag ist für sie in den vorliegenden Angaben nicht ausgewiesen; sie wird hier deshalb als Marke mit einer eigenen Aktion beschrieben und nicht als Anbieter mit deutscher Erlaubnis geführt.

Das Neukundenangebot ist eine Freiwette: Bei einer Ersteinzahlung ab 1 € gab es laut Mitteilung vom 14.10.2024 eine Freiwette über 25 €; verlor die erste qualifizierende Kombiwette, wurde der Einsatz bis 75 € als Freiwette erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Der zweite Teil ist der interessante: Der Verlust wird nicht in Geld, sondern in einem neuen Wettschein erstattet, und der Deckel liegt bei 75 €.

Wie eine Freiwette sich verhält, zeigt dieselbe Marke ohne Rücksicht auf den Willkommenszeitraum. Für eine mit Freiwette platzierte Wette ist kein Cashout möglich; bei einem Gewinn wird der Gewinn abzüglich des Freiwette-Einsatzes ausgezahlt, und die Freiwette gilt nicht für Wetten mit Quotenboost. Dazu kam eine eigene Aktion, die von der Aktion abgrenzt, was eine Freiwette zeitlich bedeutet: Die Freiwette aus dem MERKUR BETS CLUB musste innerhalb von 3 Tagen unter „Meine Boni“ aktiviert werden und verfiel, wenn sie nicht innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt genutzt wurde; sie galt nur für Einzel- oder Kombinationswetten, System- und Mehrwegwetten waren nicht zulässig. Der Club selbst schüttete für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € am Montag der Folgewoche eine Freiwette über 5 € aus; die Aktion lief vom 09.06.2025 bis 14.07.2025.

Der Kombi-Boost derselben Marke rundet das Bild ab: Ab fünf Auswahlen gibt es einen Prozentbonus auf den Gewinn, 5 % bei fünf Auswahlen, je weitere Auswahl einen Prozentpunkt mehr, höchstens 30 % ab 30 Auswahlen; die Mindestquote je Auswahl beträgt 1,21. Live-Wetten mit Boost sind grundsätzlich nicht erlaubt.

Ein Muster von drei Tagen Aktivierung, sieben Tagen Nutzung und einer Frist für den Club liest man als das, was es ist: eine Freiwette ist kein Vorrat, sondern ein Termin. Wer die Marke nimmt, sollte die Fristen in den Kalender schreiben, bevor er die erste Wette setzt — und das ist bei dieser Aktion die eigentliche Hausaufgabe.

Was aus den zehn Angeboten als Fazit bleibt

Betrachtet man die Marken in ihrer Gesamtheit, dann verschiebt sich die Frage weg von der Höhe und hin zur Struktur. Die höchste Zahl der Übersicht, die „bis zu 100 € in Wett-Credits“ bei bet365, hängt an einer Freischaltung, die erst nach Umsatz erfolgt. Die zweite, der Tipwin-Bonus über 100 %, hängt an einem siebenfachen Umsatz mit einer Mindestquote von 1,80, einem Deckel von 100 € je Wettschein und einer Verifizierung vor der Einzahlung. Die kleinste Aktion, die 10-€-Gratiswette bei bet-at-home, war die einzige, deren Gewinne überhaupt keinen Umsatzbedingungen unterlagen — und sie war auf ein Turnier, ein Fenster von rund drei Wochen und einen Registrierungsstart gebunden.

Das ist die Rangfolge, die diese Seite tatsächlich hergibt, und sie widerspricht dem Augenschein. Der größte beworbene Betrag ist nicht das beste Angebot. Das kleinste ist es auch nicht, weil der kleinste an einen Kalender gebunden war. Wer eine allgemeingültige Empfehlung erwartet, bekommt sie hier nicht — nicht aus Zurückhaltung, sondern weil die Bedingungen die Antwort vorgeben und jede Bedingung zu einer anderen Zielgruppe passt.

Für den Leser bleibt ein handhabbarer Satz. Vor der Anmeldung die Umsatzbedingung und die Mindestquote suchen, dann die Frist, dann die Obergrenze je Wettschein; erst wenn alle vier Zahlen zusammenpassen, ist der angezeigte Betrag überhaupt eine Zahl, mit der man rechnen kann.

Der zweite Satz betrifft die Kontoeröffnung selbst. Wer ohnehin vorhat, bei einem der zehn Anbieter zu spielen, sollte zuerst das Konto verifizieren und das Monatslimit setzen und erst danach den Bonus annehmen. Bei Tipwin entscheidet die Reihenfolge über den Anspruch, und bei jedem Anbieter entscheidet das vor der Einzahlung gesetzte Limit darüber, wie viel Kontrolle nach der Einzahlung noch bleibt. Die Reihenfolge kostet nichts und spart im Streitfall den ganzen Betrag.

Der dritte Satz betrifft die Adresse. Wer die Marke nicht in der Whitelist findet, findet dort auch ihre Schutzmechanismen nicht. Das ist der eine Punkt, bei dem ein Vergleich mit zehn Marken mit deutscher Erlaubnis mehr wert ist als ein Vergleich mit zwanzig ohne.

Häufige Fragen zu Startguthaben bei Wettanbietern

Gibt es bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis ein Startguthaben ganz ohne Einzahlung?

Ein Guthaben ohne jede Einzahlung findet sich bei den hier besprochenen Anbietern nicht. Die Angebote sind verdoppelte Ersteinzahlungen mit Deckel, Gratiswetten auf ein Ereignis oder Wett-Credits, die erst nach Abrechnung von Wetten freigeschaltet werden. Ein Konto muss also vorher bestehen und meist vorher gefüllt werden.

Worin unterscheiden sich Bonusgeld, Freebet und Wett-Credits bei Auszahlung und Einsatz?

Bonusgeld liegt als gesperrtes Guthaben auf dem Konto und wird nach Umsatzbedingung auszahlbar. Eine Freiwette ist ein Wettschein ohne eigenen Einsatz, dessen Einsatz im Gewinnfall nicht mit ausgezahlt wird. Wett-Credits entstehen je nach Anbieter erst durch das Abrechnen von Wetten und verhalten sich dann wie eine Freiwette.

Wird der Einsatz einer Gratiswette zusammen mit dem Gewinn ausgezahlt?

Nein. Bei einer Freiwette übernimmt der Anbieter den Einsatz. Fällt die Wette auf, gehört der Einsatz zurück an den Anbieter, und ausgezahlt wird nur die Differenz. Bei MERKUR BETS wird das so geregelt, dass der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes zur Auszahlung kommt.

Welche Umsatzbedingungen und welche Mindestquote gelten für Willkommensboni?

Die Spanne reicht von einer einmaligen Umsetzung der Einzahlung bis zum Siebenfachen von Einzahlung und Bonus. Die Mindestquote liegt je nach Anbieter zwischen 1,05 und 1,80; bei Tipwin gilt 1,80, bei bpremium 1,7, bei Winamax für die Umsetzung der Einzahlung 1,05. Beide Zahlen stehen in den Teilnahmebedingungen.

Wie prüfe ich auf der GGL-Whitelist, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt die erlaubten Anbieter mit der Inhaberin der Erlaubnis und dem Erteilungsdatum. Zu suchen ist die Domain der Marke unter der Sportwetten-Erlaubnis. Nur diese Erlaubnis erlaubt Sportwetten; eine Casino-, Poker- oder Automatenspiel-Erlaubnis derselben Firma ist eine andere Erlaubnis.

Gibt es eine gesetzliche Obergrenze für Wettboni, und wer legt die Bedingungen fest?

Eine gesetzliche Obergrenze für Sportwettenboni kennt der Glücksspielstaatsvertrag nicht. Höhe, Umsatzbedingungen, Mindestquote und Fristen legt jeder Anbieter in seinen eigenen Bedingungen fest. Was der Gesetzgeber regelt, sind Werbung, Spielerschutz und die Steuer auf den Wettumsatz, nicht die Bonushöhe.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten-Tipps»