Mobile Wetten in Deutschland: Zehn erlaubte Anbieter im App-Vergleich

Updated Oktober 2026
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Wer auf dem Smartphone wettet, tut in Deutschland gut daran, zuerst die Erlaubnis zu prüfen und erst danach die App zu loben. Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist dafür die einzige belastbare Instanz, und in ihrem Stand vom 2. Oktober 2026 stehen 30 Einträge. Was danach kommt, ist Geschmack — Ladezeit, Wettschein, Cash-Out. Was davor kommt, ist Recht.

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display in einem Zug, am Fenster ziehen verschwommen Felder vorbei.
In der App-Store-Beschreibung von bet365 steht der „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert.

Datenstand: 30. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und den veröffentlichten Erlaubnisdaten der dort geführten Anbieter.

Touchscreen zuerst: Warum die App über die Wahl entscheidet

Der Griff zum Telefon ist die eigentliche Entscheidung. Ein Buchmacher, der am Rechner ordentlich aussieht, kann auf dem Touchscreen unbenutzbar sein — und wer abends im Zug eine Livewette abschließen will, merkt das nicht an der Quote, sondern an einer Ladezeit, an einem Wettschein, der den Daumen nicht kennt, und an Hinweisen, die man auf 6 Zoll nicht liest.

Ein schmaler Schreibtisch am Fenster mit einem Notizbuch, einer Lupe und einem Bleistift im Morgenlicht.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Suchbegriffe der Nutzer drehen sich fast alle um dieselbe Sache: mobile wetten vergleich, mobile wetten test, wetten mobile, mobile wett apps, mobile live wetten. Der Markt antwortet darauf mit zwei Produkten, die nicht dasselbe sind. Die eine Möglichkeit ist eine echte App aus dem App Store oder bei Google Play. Die andere ist die mobile Seite im Browser, die kein Update braucht und auf jedem Gerät funktioniert. Beide haben ein Konto, beide haben dieselben Quoten, aber nicht denselben Funktionsumfang und nicht dieselbe Stabilität.

Was auf dem Telefon tatsächlich zählt, lässt sich in vier Prüfpunkte fassen, die jeder selbst in fünf Minuten abarbeitet:

App oder Browser — eine Rechnung mit dem eigenen Datenvolumen

Die App-Variante hat einen realen Vorteil, der wenig mit Marketing zu tun hat: Sie hält die Sitzung länger und lädt Bilder sparsamer. Wer häufig unterwegs auf Live-Wetten geht, merkt den Unterschied am Akku und an der Rechnung des Mobilfunkvertrags. Der Browser gewinnt dagegen bei Gerätewechsel und bei Speicherplatz.

Bei den Funktionen trennt sich die Spreu deutlicher, als die Werbung suggeriert. Die App-Beschreibungen der Anbieter sind da erstaunlich konkret. bwin nennt Cashout in manueller und automatischer Form, Live-Streams, Live-Statistiken, Kombi-Boost und Quoten-Boost. Betano führt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL auf. Tipwin bietet Live-Wetten, Cashout ganz oder teilweise, Videoübertragung ausgewählter Ereignisse und Live-Statistiken. Interwetten wirbt mit Cash-Out und Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten, NEO.bet mit Live-Quoten, Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout, bet-at-home mit Live-Wetten, Cash-Out und Bet-Builder sowie Live-Scores von Flashscore und Fotmob.

Einzelne Funktionen haben Bedingungen, die in der Beschreibung mitschwingen, aber im Gespräch über „die beste App“ gern untergehen. Das Live-Streaming bei Betano steht laut App-Store-Beschreibung verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung. Der Cashout bei MERKUR BETS ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar, in der App unter „Meine Wetten“ über den gelben Cashout-Button — ausgezahlt wird der Betrag allerdings erst, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Das ist kein Detail am Rand. Es ist der Unterschied zwischen „Geld sofort“ und „Geld, sobald der letzte Anstoß vorbei ist“.

Was der Livestream wirklich kostet

„Hunderttausende Veranstaltungen pro Jahr“ klingt nach einem Geschenk. Bei bet365 steht dieser Satz in der App-Beschreibung, und er ist der Grund, warum viele Spieler dort landen. Wer das nachrechnet, kommt an einem Punkt nicht vorbei: Ein Stream, der im Hintergrund läuft, verbraucht Datenvolumen, und eine Live-Wette ist immer auch eine Wette auf die eigene Verbindung. Auf dem Bahnsteig mit zwei Balken Empfang ist der Stream nicht das Angebot, sondern das Risiko.

Genau hier zeigt sich, warum die Reihenfolge auf dieser Seite nicht zufällig ist. Erst die Erlaubnis, dann die App-Qualität. Eine schöne Live-Ansicht ohne deutsche Erlaubnis ist ein hübsches Produkt ohne Rechtsweg.

Einordnung der zehn Anbieter: Erlaubnis, Inhaber und Erlaubnisdatum

Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter und nennt das, was vor allen anderen Angaben zählt: den Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis und das erste Erlaubnisdatum, wie es die Whitelist zum Stand 2. Oktober 2026 ausweist. Die Whitelist nennt nur Erlaubnisdaten, kein Ablaufdatum — eine Frist bis zum Jahr X steht dort nicht und wird hier auch nicht behauptet.

Anbieter Erlaubnisstatus (Whitelist) Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
NEO.bet Sportwetten, gelistet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway Sportwetten, gelistet Betway Limited 09.03.2021
Tiptorro Sportwetten, gelistet Torro Tec Limited 30.06.2021
ODDSET Sportwetten, gelistet Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
VBet Sportwetten, gelistet SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten.de Sportwetten, gelistet NetX Betting Limited 19.11.2020
Interwetten Sportwetten, gelistet Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
MERKUR BETS Sportwetten, gelistet Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
888sport Sportwetten, gelistet 888 Germany Limited 30.06.2021
bpremium Sportwetten, gelistet Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Zwei Dinge fallen auf, wenn man die Spalte der Erlaubnisdaten von oben nach unten liest. Erstens: Sieben der zehn Häuser sitzen seit 2020 oder 2021 in der Liste, also praktisch seit dem Start des GlüStV 2021 und der ersten Ausgaberunde. VBet und MERKUR BETS sind spät dazugekommen, beide im Jahr 2023. Zweitens: Der Inhaber der Erlaubnis ist fast nie der Name, den der Kunde kennt. Hinter NEO.bet steht Greenvest Betting Limited, hinter VBet die SCGO Limited, hinter Sportwetten.de die NetX Betting Limited, hinter bpremium die Ladbrokes (Deutschland) Limited. Das ist keine Nebensache. Wenn ein Streit über eine Auszahlung entsteht, richtet sich der Blick auf den Inhaber, nicht auf das Logo.

Was die Spalte nicht zeigt und was kein Anbieter über den anderen hebt: Eine Erlaubnis für Sportwetten sagt nichts über eine Erlaubnis für Slots, Poker oder Casinospiele. Ein Haus kann in einem Bereich zugelassen und im anderen gar nicht vertreten sein. Für mobile Wetten zählt nur die Sportwetten-Erlaubnis des jeweils gelisteten Bereichs.

Grundlagen: Erlaubnis zuerst, Bequemlichkeit danach

Ein mobiler Buchmacher lässt sich in Deutschland nicht sinnvoll diskutieren, ohne mit der Rechtslage zu beginnen. Die Vorstellung, ein Anbieter verdiene Vertrauen, weil seine App viele Sterne im Store hat, hält der Prüfung nicht stand: Sterne vergibt jeder, die Erlaubnis nicht.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz bei Sonnenaufgang, daneben ein kleiner Stapel Trainingshütchen.
Laut App-Store-Beschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream.

Ein mobiles Wettangebot ist in Deutschland seriös, wenn der Anbieter auf der Whitelist steht. Danach entscheiden Bedienung, Livefunktionen und Zahlungswege — in dieser Reihenfolge, und nicht umgekehrt. Wer die Reihenfolge tauscht, sortiert nach Optik und kauft am Ende Rechtsunsicherheit zum Nulltarif.

Warum die mobilen Boni kein Sonderfall sind

Ein Punkt, der in mobilen Vergleichen gern übersprungen wird: Es gibt „mobile Boni“ nicht als rechtliche Kategorie. Der GlüStV setzt Sportwetten-Boni weder fest noch deckelt er sie — Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen allein in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Was mobil anders ist, ist die Sichtbarkeit: Ein Willkommensangebot erscheint in der App an einer Stelle, an der man es mit dem Daumen bestätigt, bevor man den Satz zu den Umsatzbedingungen gelesen hat.

Deshalb ist die mobile Bonusfrage in Wahrheit eine Lesefrage. Wer den Betrag sieht und die Bedingungen sucht, gewinnt Zeit. Wer den Betrag sieht und tippt, verliert Geld.

Zahlungswege: der Punkt, an dem Bequemlichkeit endet

Die Zahlungsmethoden sind über die Anbieter hinweg unterschiedlich, und die Bequemlichkeit ist kein Qualitätsmaß. Sportwetten.de listet PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID, bet365 nennt unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard, Betano führt unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten.

Was in dieser Aufzählung nicht steht, aber für alle gilt: Einzahlungen sind in lizenzierten deutschen Angeboten nur über ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen — und das ist genau der Mechanismus, der Krypto und anonymes Prepaid aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenmarkt heraushält. Dazu kommt: Die Spielguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Deutschlandweit dieselbe Hürde: Vor der Verifizierung darf höchstens 72 Stunden gespielt werden, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen.

Rechtliche Lage: Was in der App genauso gilt wie am Computer

Die Erlaubnis, um die es hier geht, wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) unter dem GlüStV 2021 erteilt, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Sie vergibt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht den Markt — mit Bußgeldgewalt. Die Steuer ist dagegen Sache des Finanzamts, nicht der Behörde.

Die Prüfung der Erlaubnis läuft über genau eine Liste: die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Kein Siegel im App Store und kein Hinweis in der Fußzeile ersetzt sie. Der Stand vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge — 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Alle gelisteten Domains liegen auf einer .de-Endung, aber eine .de-Endung allein beweist nichts. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist zeigt Ausgabedaten, nie ein Enddatum.

Wichtig für jeden, der zwei Angebote desselben Hauses nebeneinander sieht: Nur der Bereich, der unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, nimmt Sportwetten an. Slots-, Poker- und Casino-Erlaubnisse desselben Inhabers sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln.

Was erlaubt ist — und wo die App Grenzen zieht

Das Sportwettprogramm ist gesetzlich eng umrissen. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Begebenheiten darin, als Einzel- oder Kombiwette nach § 21 Abs. 1 GlüStV — und nur die Wettarten, die die Behörde zugelassen hat.

Live-Wetten betreffen § 21 Abs. 4: Während eines laufenden Ereignisses ist nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball: nein. Das ist der Grund, warum eine Live-App in Deutschland weniger Schaltflächen zeigt als dieselbe Marke im Ausland.

Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind unzulässig. E-Sport ist nach Angabe der Behörde nicht möglich, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzlicher Höchsteinsatz pro Wette existiert im Sportwettenbereich nicht.

Beim Cash-Out findet sich keine gesetzliche oder behördliche Regel — die Funktion ist ausschließlich Sache des jeweiligen Anbieters und wird hier auch so beschrieben.

Wie die Sportwettensteuer in der Quote landet

Die Sportwettensteuer steht in §§ 16–25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“. Umgerechnet sind das rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter — belastbar sagen lässt sich das nur aus den Bedingungen des jeweiligen Hauses.

Für den Spieler heißt das: Auch ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis kann die Steuer abführen. Gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Was in Deutschland von der Werbung erlaubt bleibt

Nur Erlaubnisinhaber dürfen werben. Das Verbot von 6 bis 21 Uhr betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele — Sportwetten nicht. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Und was den Bonus betrifft: Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen allein aus den Bedingungen der Anbieter. Wer eine Zahl nennt, sollte die Quelle nennen, aus der sie stammt.

Was eine Erlaubnis dem Spieler kostet

Hier wird es unbequem, und genau deshalb steht es auf dieser Seite so weit vorn. Ein lizenzierter deutscher Anbieter ist nicht nur der sicherere, er ist auch der engere. Der Schutz und die Begrenzung sind dasselbe Paket.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt. Ein Konto pro Anbieter ist die Regel, und es gilt die Pflicht zur vollständigen Verifizierung. Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb erlauben, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf einem einzelnen Spieler einen höheren Rahmen einräumen — bis 10.000 € und, für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, von 10.000 € bis 30.000 € — aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt.

Das ist der Preis, den ein Spieler für Rechtssicherheit zahlt: Er kann nicht mehr einzahlen, als der Rahmen erlaubt, und er kann ihn nicht durch ein zweites Konto verdoppeln.

Wenn der Schutz plötzlich weh tut

Die Regeln, die für Apps genauso gelten wie für den Rechner, sind Altersprüfung, Einzahlungslimit, OASIS-Abfrage und Panikbutton — unabhängig vom Gerät. Das ist keine Beschreibung eines Features, sondern die Beschreibung einer Grenze.

OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV ist das bundesweite Spielersperrsystem, das bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort selbst sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt, wenn er einen Zeitraum nennt — und mindestens ein Jahr, wenn nicht. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Diese Werkzeuge arbeiten in der App identisch, weil sie serverseitig greifen und nicht am Gerät hängen.

Und hier ist die schärfste Konsequenz der ganzen Rechtslage: Offshore-Angebote sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen. Auf einer nicht erlaubten Seite existiert weder die Sperre noch das Limit noch der Rechtsweg.

Der Anbieter mit negativem Test — und was daraus folgt

Die Behörde hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei Platincasino namentlich genannt. Solche Warnungen sind kein Marketing der Aufsicht, sondern der Versuch, Geld zurückzuhalten, das über einen Anschluss fließt, den niemand kontrolliert.

Dazu kommt ein zweiter Strang, der viele überrascht. Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anzubieten, ist unerlaubtes Glücksspiel. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage ist vom Bundesgerichtshof zum Europäischen Gerichtshof gewandert: Der BGH legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren fordert der Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 vertrat Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen (Rechtssache C-530/24, Tipico) die Auffassung, unlizenzierte Sportwettenanbieter könnten grundsätzlich zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet sein — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Was daraus folgt, ist keine Zusage. Ein Rückzahlungsanspruch ist nicht garantiert, und niemand sollte auf dieser Grundlage Geld setzen. Die strafrechtliche Seite ist ebenfalls klar geregelt: Das Veranstalten nach § 284 StGB kann bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe kosten, die Werbung bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder eine Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt — weder als Freibrief noch als Drohkulisse.

Die Abwägung bleibt damit schlicht: Ein nicht erlaubtes Angebot bedeutet keinen Erlaubnisschein, keine OASIS- oder LUGAS-Anbindung, keinen deutschen Rechtsweg — und im Gegenzug möglicherweise höhere Limits. Ein gelistetes Angebot bedeutet Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber das Standardlimit von 1.000 €, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge folgt den Kriterien, die diese Seite oben gesetzt hat: Erlaubnis, App-Qualität, Quotenniveau, Bonusbedingungen, Zahlungsmethoden. Kein Anbieter hier ist eine Empfehlung, und alle zehn halten eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis.

NEO.bet: Teil-Cash-Out als eigentliche Stärke

NEO.bet tritt im App Store selbstbewusst auf: Die App beschreibt sich als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz, als Anbieter ist die Greenvest Betting Limited genannt. Zu den Funktionen zählen laut Entwickler Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Auf der Whitelist steht die Erlaubnis für den Bereich NEO.bet, Inhaber Greenvest Betting Limited, erste Erlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022.

Der Teil-Cash-Out ist der Punkt, an dem sich NEO.bet von Häusern unterscheidet, die nur komplett schließen lassen. Wer einen Drei-Wege-Schein halb auflösen will, statt ihn aufzugeben oder durchzuziehen, findet das hier. Das ist ein Werkzeug für Leute, die ihre Position aktiv steuern, und für die Mehrheit ein Knopf, den sie nie drücken. Bemerkenswert bleibt, dass eine Marke mit Erlaubnis seit 2020 auf dem Telefon weniger laut auftritt als manche spätere Konkurrenz — und dass die Behördenhistorie hier länger ist als die meisten Kunden vermuten.

Betway: Livestreams und die Digital-Outsource-Frage

Die Betway-App „Betway Sports Live Sportwetten“ nennt im App Store als Anbieter die Digital Outsource International Limited mit Sitz in London und verweist auf eine deutsche Lizenz mit Whitelist-Bezug; angeboten werden Livewetten und Livestreams. Die Whitelist führt für Betway.de die Erlaubnis, Inhaber Betway Limited, erste Erlaubnis am 9. März 2021, Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022.

Bemerkenswert ist die Differenz zwischen dem im App Store genannten Anbieter und dem Inhaber der Erlaubnis. Das ist bei App-Einträgen nicht ungewöhnlich, weil dort oft die entwickelnde Gesellschaft steht, während die Erlaubnis bei einer anderen Gesellschaft der Gruppe liegt. Wer bei Betway ein Problem mit einer Auszahlung hat, sollte deshalb wissen, wer der Erlaubnisinhaber ist — nicht der Name im Store-Eintrag.

Tiptorro: die ruhige Marke mit Aufsichtsverweis

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten; diese beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Whitelist bestätigt die Erlaubnis für Tiptorro.de, Inhaber Torro Tec Limited, erste Erlaubnis am 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022.

Die App-Beschreibung und die Whitelist passen hier sauber zusammen. Das ist weniger selbstverständlich, als es klingt: Bei anderen Häusern weichen Store-Anbieter und Erlaubnisinhaber voneinander ab. Tiptorro ist kein Haus für Funktionsexperimente, sondern eines für Leute, die einen gelisteten Anbieter mit klarer Zuordnung wollen.

ODDSET: Staatsbetrieb mit spätem Online-Start

Die ODDSET Sportwetten GmbH ist nach eigener Angabe seit dem 1. Januar 2020 Veranstalterin der ODDSET Sportwette und führt das Sportwettenangebot der staatlichen Lotteriegesellschaften fort. Online über Oddset.de und in der ODDSET-App ist das Angebot seit Anfang 2023 verfügbar. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Oddset.de, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH, erste Erlaubnis am 18. November 2020, Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022.

Drei Jahre zwischen Erlaubnis und Online-Angebot sind in diesem Markt eine lange Zeit. Wer ODDSET auf dem Telefon nutzt, nutzt damit das jüngste Produkt in dieser Liste, nicht das älteste — unabhängig davon, wie lange der Name schon existiert.

VBet: später Marktzugang und langjährige Betreibergesellschaft

Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter Vbet.de, hat ihren Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta; die Behörde verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023.

Damit ist VBet der Anbieter mit der jüngsten Erlaubnis in dieser Auswahl. Ein später Marktzugang sagt nichts über die Qualität der App, aber etwas über die Zahl der Jahre, in denen dieses Haus den deutschen Regelrahmen bereits kennt: Es sind die wenigsten von allen zehn.

Sportwetten.de: die App, die sich selbst beim Namen nennt

Die Sportwetten-App von Sportwetten.de enthält laut App-Store-Beschreibung eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out-Funktion, einen Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID; als Anbieter ist die NetX Betting Limited genannt. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Sportwetten.de, Inhaber NetX Betting Limited, erste Erlaubnis am 19. November 2020, Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022.

Bei dieser Marke deckt sich der Store-Anbieter mit dem Erlaubnisinhaber. Feature-seitig sind Cash-Out-Liste und Teil-Cash-Out ein Paket für Spieler, die Wettscheine während des Spiels aktiv bearbeiten, und die Anmeldung per Gesichtserkennung erspart das Passworttippen auf dem Telefon.

Interwetten: die Nummer mit dem Wettschein-Werkzeug

Die App „Interwetten: Sportwetten DE“ wird im Apple App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt eine Cash-Out-Funktion sowie Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Interwetten.de, Inhaber Interwetten Gaming Limited, erste Erlaubnis am 2. November 2020, Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022.

Zwischen „Top-Quoten“ und dem, was tatsächlich im Wettschein steht, liegt der Quotenschlüssel eines Marktes. Diese Beschreibung ist Anbieter-Selbstdarstellung, und wer sie prüfen will, muss zwei Anbieter im selben Markt nebeneinander aufrufen. Der Cash-Out-Werkzeugkasten ist das konkretere Versprechen dieser App.

MERKUR BETS: riesiges Angebot, späte Erlaubnis, gebundene Auszahlung

Die MERKUR-BETS-App für Android und iOS ist kostenlos; sie nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS. Die Behörde verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS seit dem 6. November 2023, Inhaber Merkur Bets Malta Limited.

Zwei Dinge verdienen Aufmerksamkeit. Erstens die Zahl der Wettmöglichkeiten: 250.000 klingt groß, und sie ist groß — nur ist die Zahl der Märkte kein Qualitätsmaß, weil die deutsche Live-Regel den Kreis der spielbaren Live-Wetten ohnehin eng hält. Zweitens der Cashout: Er ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar, in der App unter „Meine Wetten“ über den gelben Cashout-Button, doch der Betrag wird erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Wer Cashout als Notausgang begreift, muss diesen Satz kennen — sonst wartet er auf Geld, das noch nicht fließen kann. Die Erlaubnis kam hier spät, das Produkt versucht dafür, in einem Angebot mehr zu sein als ein Sportwettenanbieter.

888sport: Konzernmutter in Gibraltar

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Whitelist führt die Erlaubnis für 888sport, Inhaber 888 Germany Limited, erste Erlaubnis am 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022.

Zwischen der börsennotierten 888 Holdings PLC und dem Erlaubnisinhaber 888 Germany Limited liegen zwei verschiedene Gesellschaften. Das ist erwartbar und kein Mangel — aber für den Nutzer ist es relevant, weil die Aktie und die Erlaubnis zwei Dinge sind, die nichts miteinander zu tun haben. Eine Notierung an einer Börse ersetzt keinen Blick auf die Whitelist.

bpremium: Ladbrokes im deutschen Gewand

Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Betreiberin von Bpremium.de, hat ihren Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, und ist unter der Registernummer C92799 geführt, nach der Fassung der Nutzungsbedingungen vom 3. April 2023. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Bpremium.de, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited, erste Erlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022.

Der Name Ladbrokes weckt Erwartungen aus einem anderen Markt, und der deutsche Auftritt ist eine eigene Gesellschaft mit eigener Registernummer. Wer bpremium nutzt, nutzt nicht das britische Haus. Für Spieler, die eine lange Erlaubnishistorie als Zeichen der Marktkenntnis lesen, ist dieses Haus mit am längsten dabei.

Zwei Apps, die den Rahmen zeigen

Nicht jede App in dieser Auswahl hat einen Erlaubniseintrag im klassischen Sinn, und zwei Beispiele lohnen einen eigenen Blick, weil sie den Unterschied zwischen einem App-Store-Eintrag und einem Whitelist-Eintrag sichtbar machen.

Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; als Anbieter von Betano.de führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta. Das ist ein weiteres Beispiel für die Trennung von Entwicklergesellschaft und Erlaubnisinhaber. Die App nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL; das Live-Streaming steht laut Beschreibung verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung.

Die DAZN-Bet-App für das iPhone bietet Live-Wetten und Cash Out direkt im Wettschein; im App Store ist IBID Malta Limited als Entwickler eingetragen, als Betreiber für den deutschen Markt ist die DZBT Operations Limited genannt. Auch hier gilt: Der Betreiber ist die Angabe, an der sich ein Kunde orientieren muss, wenn er wissen will, wem er sein Geld anvertraut.

Für beide gilt die Regel, die diese Seite oben aufgestellt hat: Ein App-Store-Eintrag ist keine Erlaubnis. Was zählt, ist der Whitelist-Eintrag der Marke.

Wann sich welcher Anbieter lohnt

Wer ein Haus sucht, das die Erlaubnis seit dem ersten Jahr des GlüStV 2021 hält, findet in dieser Auswahl sieben solcher Anbieter — NEO.bet, bpremium, Interwetten, Sportwetten.de, ODDSET, Betway, Tiptorro und 888sport eingerechnet. Die Unterschiede liegen danach in den Funktionen, und genau dort entscheidet sich, was zu einem passt.

Wer Live-Wetten während des Spiels aktiv steuert, braucht eine Teil-Cash-Out-Funktion. NEO.bet und Sportwetten.de nennen sie ausdrücklich, Interwetten und Tipwin bieten Cash-Out, MERKUR BETS bietet Cashout mit Auszahlung erst nach Abschluss des Wettscheins. Wer einen Kombischein lieber komplett schließen will, hat mit bwin — manueller und automatischer Cashout — oder bet-at-home ebenfalls Wege.

Wer Live-Bilder auf dem Telefon wichtiger findet als alles andere, hat mit bet365 und seinen hunderttausenden Veranstaltungen, Betano mit seinen Wettbewerbsrechten und bet-at-home mit Live-Scores von Flashscore und Fotmob drei unterschiedliche Modelle — wobei bei Betano das Mindestguthaben für verifizierte Kunden die Bedingung ist, unter der das Bild überhaupt erscheint.

Wer in einer App auch Slots finden will, findet bei MERKUR BETS beides in einem Produkt. Wer das Gegenteil will, also Sportwetten ohne Casino im selben Fenster, fährt mit einem Haus, dessen App sich auf den Wettschein beschränkt. Und wer schlicht die geringste Zahl an Jahren Erfahrung mit dem deutschen Regelrahmen als Risiko liest, wird VBet mit Erlaubnis seit Dezember 2023 anders sehen als bpremium mit Erlaubnis seit Oktober 2020.

Kein Satz in dieser Aufzählung ist eine Aufforderung, eine Wette abzuschließen. Es ist eine Zuordnung von Anforderungen zu Angeboten — und die kann sich ändern, sobald ein Haus seine App überarbeitet.

Woran man eine erlaubte App erkennt

Die Frage klingt trivial, bis man den ersten Blick in einen App Store wirft. Dort stehen Sterne, Bewertungen und Beschreibungen — aber nicht die Whitelist.

Die Antwort ist deshalb nicht die App, sondern die Liste. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Test, und sie liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder offen. Wer wissen will, ob eine App zu einem erlaubten Angebot gehört, sucht dort nach dem Bereich der Marke. Die Angaben in der App-Beschreibung sind hilfreich als Hinweis — NEO.bet beschreibt sich dort als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz, Betway verweist auf eine deutsche Lizenz mit Whitelist-Bezug, Tiptorro auf die Aufsicht der Behörde, bet-at-home bezeichnet sich als offiziell lizenzierter, von der Behörde beaufsichtigter Sportwettenanbieter. Aber eine Selbstbeschreibung bleibt eine Selbstbeschreibung.

Praktisch heißt das: Wer die App installiert, bevor er die Liste geprüft hat, hat die Reihenfolge umgedreht. Der Blick dauert zwei Minuten und erspart die unangenehmere Frage, an wen man sich bei einem Problem wendet.

Das Kleingedruckte, das mobil am meisten kostet

Mobile Wetten haben keinen eigenen Bonus. Das ist die zentrale Erkenntnis, wenn man das Marketing beiseitelegt: Der GlüStV setzt Sportwetten-Boni weder fest noch begrenzt er sie. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen allein in den Bedingungen der Anbieter.

Der mobile Nachteil liegt woanders. Auf einem Telefon ist das Kleingedruckte selten auf dem Bildschirm, und der Bestätigungsbutton ist immer nah. Wer ein Angebot findet, das sein Haus als Willkommens- oder Neukundenangebot beschreibt, sollte die Bedingungen vor dem ersten Einsatz lesen — insbesondere die Mindestquote, weil Einsätze unterhalb dieser Quote in der Regel nicht zum Umsatz zählen. Dann wird aus einer Gratiswette eine Aufgabe statt einer Prämie.

Wer den Betrag prüfen will, findet ihn im Wettschein nicht. Umsatzbedingungen stehen in den Bedingungen des Anbieters, und sie sind der einzige Ort, an dem sie verlässlich stehen.

Häufige Fragen

Woran ist erkennbar, dass eine Wett-App eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Nur an der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie führt für den Stand vom 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge. App-Store-Beschreibungen und eigene Hinweise der Anbieter sind bloße Selbstauskünfte und ersetzen die Prüfung der Liste nicht, auch wenn sie auf eine Lizenz verweisen.

Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Abfrage auch bei Wetten per App?

Ja, und zwar unabhängig vom Gerät. Altersprüfung, Einzahlungslimit, OASIS-Abfrage und Panikbutton greifen serverseitig, die Whitelist ändert daran nichts. Der Standardrahmen liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei; OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt.

Was ist bei Livewetten über das Smartphone erlaubt, und was ist ausgeschlossen?

Erlaubt sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Damit ist das nächste Tor im Fußball erlaubt, der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball dagegen nicht.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung in der App aus?

Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht vom Wettenden. Ob und wie ein Haus sie in seine Quoten einrechnet, steht nur in seinen eigenen Bedingungen — ein festes Aufschlagschema gibt es nicht.

Welche Zahlungsmethoden stehen in mobilen Wett-Apps üblicherweise zur Verfügung, und welche Regel gilt für das Konto?

Üblich sind Karten, PayPal, Apple Pay und Google Pay bis hin zu Sofortüberweisungen; die konkrete Auswahl legt jeder Anbieter selbst fest. Einheitlich gilt die Kontoregel: Einzahlung nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut, anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen.

Wie unterscheiden sich spezielle mobile Boni von normalen Willkommensangeboten, und welche Umsatzbedingungen gelten?

Rechtlich unterscheiden sie sich überhaupt nicht. Der GlüStV enthält keine Klausel zu Sportwetten-Boni, es gibt also keine eigene Kategorie „mobiler Bonus“ mit eigenen Werten. Betrag, Umsatzbedingungen und Mindestquote bestimmt allein der Anbieter, und ein unter der Mindestquote platzierter Einsatz zählt in der Regel nicht zum Umsatz.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten-Tipps»